Portrait María Dueñas

María Dueñas

Geige
© Felix Broede
General Management

Die spanische Geigerin María Dueñas verzaubert ihr Publikum mit der atemberaubenden Vielfalt an Farben, die sie ihrem Instrument entlockt. Ihr technisches Können, ihre künstlerische Reife und ihre kühnen Interpretationen bilden die Inspiration für begeisterte Kritiken, ziehen Wettbewerbsjurys in ihren Bann und bringen ihr Einladungen zu Auftritten mit vielen der weltbesten Orchester und Dirigenten der Welt ein. Seit einigen Jahren studiert sie bei dem weltberühmten Geigenpädagogen Boris Kuschnir an der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien

"Rückhaltlos und erfreulich individuell“ pries die Frankfurter Allgemeine Zeitung ihr Spiel, während The Strad ihren kometenhaften Aufstieg als "scheinbar unaufhaltsam" bezeichnete, nachdem sie eine ganze Reihe an internationalen Violinwettbewerben gewonnen hatte. Hierzu zählte nicht zuletzt ihr per Livestream übertragener Sieg beim Menuhin-Violinwettbewerb 2021, bei dem sie nicht nur den ersten Preis und den Publikumspreis gewann, sondern auch eine weltweite Online-Fangemeinde.

Im September 2022 unterzeichnete María Dueñas einen Exklusivvertrag mit der Deutschen Grammophon und eröffnet ihre DG-Diskografie im Mai 2023 mit dem Beethoven-Violinkonzert, für das sie ihre eigenen Kadenzen komponiert hat. Ihr Debütalbum mit dem Titel Beethoven and Beyond, aufgenommen live im Wiener Musikverein mit dem Wiener Symphonikern unter Manfred Honeck, enthält außerdem fünf Paradestücke für Violine und Orchester von Kreisler, Saint-Saëns, Spohr, Wieniawski und Ysaÿe sowie eine Begleit-CD mit Kadenzen, die von denselben Komponisten für den ersten Satz des Beethoven-Konzerts geschrieben wurden. 

Die vielseitige Künstlerin entdeckte ihre Freude am Komponieren, als sie begann, Kadenzen für Mozarts Violinkonzerte zu schreiben. Ihr Stück Farewell für Soloklavier wurde beim Jugend-Kompositionswettbewerb "Von fremden Ländern und Menschen" 2016 preisgekrönt. Es wurde vom Pianisten Evgeny Sinaiski eingespielt und während der Pandemie als Musikvideo gestaltet. 

Als engagierte Kammermusikerin konzertierte María Dueñas unter anderem mit dem Bariton Matthias Goerne und dem Pianisten Itamar Golan. Außerdem brachte sie mehrere Werke zur Uraufführung, darunter die Sonate von Julian Gargiulo und die ihr gewidmeten Solo-Capricen des verstorbenen katalanischen Komponisten Jordi Cervelló. 

María Dueñas' Liebe zur klassischen Musik wurde durch die Aufnahmen, die ihre Eltern ständig zu Hause hörten, sowie Konzertbesuche in in ihrer Heimatstadt geweckt. Geboren 2002 in Granada, begann sie als Sechsjährige mit dem Geigenspiel, bereits ein Jahr später wurde sie am Konservatorium in Granada aufgenommen. Als sie 2014 ein von Juventudes Musicales de Madrid gestiftetes Auslandsstipendium gewann, zog sie nach Dresden, um an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber zu studieren. Dort wurde sie schon bald von dem Geiger Wolfgang Hentrich und dem Dirigenten Marek Janowski entdeckt, auf dessen Einladung hin sie später ihr Debüt als Solistin beim San Francisco Symphony Orchestra geben sollte. 2016 zogen sie und ihre Familie auf Empfehlung ihres Mentors Vladimir Spivakov nach Österreich.

Die Reihe ihrer Wettbewerbssiege begann mit dem Zhuhai International Mozart Competition 2017 und dem Vladimir Spivakov International Violin Competition 2018. 2021 war sie nicht nur beim Menuhin-Wettbewerb erfolgreich, sondern gewann auch den ersten Preis des »Getting to Carnegie«-Wettbewerbs, den Grand Prix des Viktor Tretyakov International Violin Competition und den Förderpreis des Rheingau Musik Festivals. Außerdem wurde sie von BBC Radio 3 als New Generation Artist 2021-23 ausgewählt. Im April 2023 wurde sie in ihrer spanischen Heimat mit dem bedeutenden Premio Princesa de Girona de las Artes y las Letras ausgezeichnet. 

In der vergangenen Saison debütierte sie unter anderem beim Pittsburgh Symphony Orchestra und Oslo Philharmonic Orchestra unter Manfred Honeck, der Dresdner Philharmonie und Marek Janowski, dem Orchestre Philharmonique du Luxembourg und Gustavo Gimeno, der Staatskapelle Berlin und Alain Altinoglu und dem Royal Liverpool Philharmonic Orchestra unter Domingo Hindoyan. Im August 2021 trat María Dueñas zudem erstmals mit dem Los Angeles Philharmonic und Gustavo Dudamel an der Hollywood Bowl auf und dann erneut im Mai 2022 in der Walt Disney Concert Hall. Die Uraufführung des ihr gewidmeten Violinkonzerts Altar de cuerda von Gabriela Ortiz sorgte für internationales Aufsehen, es folgten ausverkaufte Aufführungen in der Carnegie Hall, in Boston und beim Cervantino Festival in Mexiko.

Nach einem überragenden Erfolg mit dem Violinkonzert von Brahms in Madrid im April 2023 zählen zu den nächsten Höhepunkten der laufenden Spielzeit Mendelssohns Violinkonzert in Dresden mit dem Chamber Orchestra of Europe unter Herbert Blomstedt und mit dem Philhadelphia Orchestra unter Yannick Nézet-Séguin sowie Lalos Symphonie espagnole mit dem Detroit Symphony Orchestra unter Jader Bignamini, mit dem Pittsburgh Symphony Orchestra unter Manfred Honeck sowie Hamburg mit dem NDR Elbphilharmonie Orchester unter Alan Gilbert.

María Dueñas spielt die Nicolò Gagliano-Violine von 17?4, eine freundliche Leihgabe der Deutschen Stiftung Musikleben, und die Stradivari "Camposelice" von 1710, eine großzügige Leihgabe der Nippon Music Foundation.




8. Juni 2023 - 19:30

Detroit, Orchestra Hall at the Max M. and Marjorie S. Fisher Music Center

Edouard Lalo: Sinfonie Espagnole d-moll op. 21 für Violine und Orchester

Info & Tickets



9. Juni 2023 - 20:00

Detroit, Orchestra Hall at the Max M. and Marjorie S. Fisher Music Center

Edouard Lalo: Sinfonie Espagnole d-moll op. 21 für Violine und Orchester

Info & Tickets



10. Juni 2023 - 20:00

Detroit, Orchestra Hall at the Max M. and Marjorie S. Fisher Music Center

Edouard Lalo: Sinfonie Espagnole d-moll op. 21 für Violine und Orchester

Info & Tickets



  • After Ligeti came the highlight of the evening: María Dueñas and Brahms. A magnificent performance, delicate, musical, expressive, resoundingly powerful, technically impeccable. Is such a performance normal? No, it is not; it is, quite simply, extraordinary. One declares oneself verbally impotent in the face of such astonishing sublimity. (Übersetzung aus dem Spanischen)
    Scherzo
    Michael Thallium: "MADRID / ORTVE: María Dueñas, dueña y señora del Teatro Monumental", in: Scherzo, 14.04.2023
  • Ihre Mischung aus Straffheit und Elastizität, Elan und Sensibilität bezauberte genauso wie der fokussierte, leuchtstarke Ton ihrer Geige. Mehr noch als die Themenpräsentation fesselte ihre Aufwertung des figurativen Materials, die Emotionalisierungen der Akkordzerlegungen.
    Der Standard
    "Violinistin María Dueñas im Musikverein: Fesselnde Akkordzerlegungen", in: Der Standard, 26.01.2023
  • Seconds into the piece, the violin soloist, 19-year-old Maria Dueñas, stunned the crowd with her technical brilliance. Her emotive performance throughout the piece complimented her promising virtuosity.
  • In the introductory measures of the first movement, Dueñas’s opening notes really burned, the struck chords gleamed, the visceral impact of it all greater than what memory recalls about the first performance.
  • Poised and unshowy, she [Dueñas] owns this exceedingly difficult concerto [by Gabriela Ortiz]. Her tone is slender but so purposefully focused that it easily carries. You can tell that it is purposeful, because when Ortiz asks for a plum-rich, vibrating expressiveness, she manages that brilliantly.
    Los Angeles Times
    Mark Swed: „The environmental impact of composers Ellen Reid and Gabriela Ortiz, indoors and out”, in: Los Angeles Times, 18.05.2022



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