In Jerusalem geboren und in Südafrika aufgewachsen, begann Ammiel Bushakevitz im Alter von vier Jahren mit dem Klavierspiel. Seine Ausbildung führte ihn nach Leipzig und Paris, wo er unter anderem bei Phillip Moll und Alfred Brendel studierte; zudem war er einer der letzten Privatschüler des legendären Liedinterpreten Dietrich Fischer-Dieskau. Diese enge Verbindung zur Tradition des Kunstliedes prägt bis heute sein künstlerisches Profil. Als Liedbegleiter, Solist und Kammermusiker ist Bushakevitz auf sechs Kontinenten zu Gast und konzertiert in bedeutenden Sälen wie der Carnegie Hall New York, der Wigmore Hall London, dem Concertgebouw Amsterdam, der Philharmonie de Paris und dem Konzerthaus Berlin. Zu seinen internationalen Höhepunkten zählen Auftritte bei den Salzburger Festspielen, den Festspielen von Bayreuth, dem Lucerne Festival und den Schubertiaden von Schwarzenberg und Hohenems, Vilabertran und Tel-Aviv. Seine besondere Leidenschaft gilt der Zusammenarbeit mit Sänger:innen, mit denen er regelmäßig in Konzerten und Recitals auftritt, darunter Konstantin Krimmel, Anna Lucia Richter, Samuel Hasselhorn, Laetitia Grimaldi, Ilker Arcayürek, Rihab Chaieb, Catriona Morison, Katharina Konradi, Christian Gerhaher, Julia Kleiter, Thomas Hampson, Anna Prohaska und Nadine Sierra. Dabei verbindet er eine profunde Kenntnis des Liedrepertoires mit einer ausgeprägten Sensibilität für Sprache, Klang und musikalischen Dialog.
Zu den Highlights der Saison 2026/27 zählen internationale Auftritte in Frankreich, Kanada, den USA, Österreich, dem Vereinigten Königreich und Spanien. Mit Liederabenden ist Ammiel Bushakevitz unter anderem bei den Münchner Opernfestspielen an der Bayerischen Staatsoper, im Pierre-Boulez-Saal Berlin, in der Elbphilharmonie Hamburg, der Ganz Hall in Chicago, der Wigmore Hall London, der Carnegie Hall New York, der Koerner Hall Toronto sowie am Théâtre des Champs-Élysées in Paris zu erleben.
Neben seiner Konzerttätigkeit widmet sich Ammiel Bushakevitz mit besonderer Leidenschaft der Aufnahmetätigkeit, die einen wichtigen Schwerpunkt seines künstlerischen Schaffens bildet. Im August 2026 veröffentlichten Ammiel Bushakevitz und der Bariton Konstantin Krimmel das Album Melancolie (Lieder von Brahms & Mandyczewski) auf dem Label Alpha - im April 2026 brachte er zusammen mit dem Bariton Samuel Hasselhorn das dritte Album des Projekts „Schubert 200“ bei Harmonia Mundi heraus. Das erste Album Die schöne Müllerin wurde mit dem Diapason d’or de l’année 2023, das zweite Album Licht und Schatten mit dem Diapason d’or de l’année 2025 sowie dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet.
Bereits 2013 veröffentlichte Bushakevitz seine Debüt-Solo-CD mit Klavierwerken von Schubert, deren Einspielung später als Soundtrack des österreichischen Films Gwendolyn Verwendung fand. Seither entstanden zahlreiche weitere Aufnahmen für renommierte Labels wie Harmonia Mundi, Alpha, BIS, Pentatone, Hänssler und Berlin Classics. In Zusammenarbeit mit Hänssler Classics widmet er sich derzeit einem besonderen Vorhaben: der Einspielung des gesamten Soloklavierwerks von Franz Schubert, das zwischen 2024 und 2028 realisiert wird.
Über seine Konzert- und Aufnahmetätigkeit hinaus engagiert sich Bushakevitz in besonderem Maße für die musikalische Ausbildung und Nachwuchsförderung. Regelmäßig gibt er Meisterklassen an internationalen Institutionen wie der Israelischen Musikakademie in Jerusalem, der University of Queensland, dem Beijing Conservatory, der Universität Barcelona und der University of Colorado. Im Rahmen von Benefizkonzerten und Meisterkursen für humanitäre Organisationen war er zudem in Äthiopien, Brasilien, China, Marokko, Mexiko, Südafrika und Simbabwe tätig. Bushakevitz lebt in Paris und ist Alumnus des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD), Mitglied der Société des Arts Sciences et Lettres de Paris und Edison Fellow der British Library London. Darüber hinaus ist er künstlerischer Leiter des internationalen Kunstvereins Les Voix d’Orphée.