Portrait Gerhild Romberger

Gerhild Romberger

Alt
© Rosa FRank
General Management

Die Altistin Gerhild Romberger gehört zu den international profiliertesten und gefragtesten Konzert- und Oratoriensängerinnen unserer Zeit. Ihre besondere Ausdruckskraft, stimmliche Tiefe und zutiefst innige Textgestaltung werden von Presse und Publikum gleichermaßen geschätzt. Ihr breit gefächertes Repertoire umfasst sämtliche großen Alt- und Mezzopartien der Konzertliteratur vom Barock über die Klassik und Romantik bis hin zur Musik des 20. Jahrhunderts und der zeitgenössischen Moderne. Einen unbestrittenen Kernbereich ihres künstlerischen Schaffens bilden dabei die großen vokalsinfonischen Werke Gustav Mahlers.

Geboren und aufgewachsen im Emsland, absolvierte Gerhild Romberger zunächst ein Studium der Schulmusik an der Hochschule für Musik Detmold, bevor sie ihre Gesangsausbildung bei Heiner Eckels mit der künstlerischen Reifeprüfung und dem Konzertexamen abschloss. Meisterkurse bei Mitsuko Shirai, Hartmut Höll und Annie Schoonus gaben ihrer Ausbildung wesentliche Impulse.

Gerhild Romberger fokussierte sich von Beginn an fast ausschließlich auf das Konzert- und Liedschaffen. Auf den großen internationalen Podien arbeitet sie regelmäßig mit führenden Orchestern zusammen, darunter die Berliner und Wiener Philharmoniker, das Gewandhausorchester Leipzig, das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, das Israel Philharmonic Orchestra sowie das Boston und das Los Angeles Symphony Orchestra. Sie konzertierte unter der Leitung namhafter Dirigenten wie Bernard Haitink, Riccardo Chailly, Herbert Blomstedt, Manfred Honeck, Andris Nelsons, Iván Fischer und Philippe Herreweghe.

Auch in der Saison 2026/27 knüpft die Künstlerin an ihre internationalen Erfolge an. Nachdem sie in der jüngeren Vergangenheit unter anderem mit spektakulären Mahler-Interpretationen auf Nordamerika- und Asien-Tournee (u. a. mit dem Budapest Festival Orchestra) begeisterte, stehen auch in dieser Spielzeit die großen chorsinfonischen Werke und die Spätromantik im Fokus ihrer Konzerttätigkeit. So gestaltet sie den traditionellen Jahreswechsel am Gewandhaus Leipzig unter Andris Nelsons mit der Alt-Partie in Beethovens 9. Sinfonie zur Eröffnung des Beethoven-Jubiläumsjahres. Zudem ist sie mit Mahlers Kindertotenliedern unter Hartmut Haenchen im Concertgebouw Amsterdam zu hören. Ein weiterer Schwerpunkt liegt beim Projekt The Wagner Cycles im Wiener Konzerthaus: Unter der Leitung von Kent Nagano übernimmt sie dort mit dem Dresdner Festspielorchester und Concerto Köln in historisch informierter Aufführungspraxis die Partie der Erda in Wagners Das Rheingold und Siegfried. Ihre künstlerische Vielseitigkeit zeigt sich neben den Monumentalwerken Mahlers und Anton Bruckners auch in feinsinnig gestalteten Liederabenden und der intensiven Pflege zeitgenössischer Musikliteratur.

Ihr hochkarätiges künstlerisches Wirken ist in zahlreichen, preisgekrönten Einspielungen dokumentiert. So erhielt sie 2015 den ECHO Klassik für die Kammermusikfassung von Mahlers Das Lied von der Erde. Ihre Interpretation von Mahlers 3. Sinfonie mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter der Leitung von Bernard Haitink wurde zudem mit dem renommierten BBC Music Magazine Award als „Recording of the Year“ ausgezeichnet.

Neben ihrer weltweiten Konzerttätigkeit widmet sich Gerhild Romberger mit großer Leidenschaft der pädagogischen Arbeit. Seit 2003 hat sie eine Professur für Gesang an der Hochschule für Musik Detmold inne, wo sie ihren Lebensmittelpunkt hat und als eine der prägendsten und erfolgreichsten Lehrerpersönlichkeiten ihres Fachs gilt.



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  • Wie nun Sängerin Gerhild Romberger die innigen, ins Deutsche übertragenen Gesänge zum Leuchten brachte, war betörend. Als sensible, samtige Gestalterin erwies sie sich vor 1200 Zuhörerinnen und Zuhörern;
  • "La soliste Gerhild Romberger, wagnérienne et malhérienne accomplie, déploie un mezzo somptueux, au timbre sombre et cuivré sans tension ni force, naturellement puissant [d’où son Erda aussi captivante dans l’actuel Ring, sur instruments d’époque, défendu par l’excellent Kent Nagano, cycle en cours dont classiquenews a déjà rendu compte depuis la Philharmonie de Cologne / L’Or du Rhin, Philharmonie de Cologne – août 2023]. La subtilité de la diseuse souligne combien le choix du texte (Nietzschéen) est crucial, convoquant dans la forge orchestral, l’intimité du lied, cadre si essentiel dans le laboratoire mahlérien."
  • "La mezzo-soprano soliste Gerhild Romberger est entrée sur le texte de Nietzsche « O Mensch ! Gib Acht ! » (Ô homme, prends garde !) d’une manière si juste que son chant semblait naître des phrases orchestrales. Son approche naturelle et non ostentatoire a donné à cette œuvre gigantesque une qualité d’introspection profonde, dont l’esprit a infusé le long mouvement final pour orchestre seul."
  • „O Röschen roth“ singt Gerhild Romberger in den Saal, in dem die Stille von den Wänden widerhallt. […] Ganz natürlich singt sie das, wie Mahler es in seine Partitur schrieb: „Sehr feierlich, aber schlicht“. Dazu „durchaus zart“. Romberger […] trägt mit ihrem warmen, makellosen, vorbildlich artikulierten Wunder-Alt Ruhe und Licht in den Saal.
    Leipziger Volkszeitung
    Peter Korfmacher: „Menschliches Drama jenseits der Worte“, in: Leipziger Volkszeitung, 20.5.2023 - Mahler 2 mit dem Gewandhausorchester unter Andris Nelsons
  • "Stimme aus Gold: Doch zurück zum Mittwochabend in den großen Konzerthaussaal, in dem ein exzellentes Solistenquartett für kurze Zeit die Welt und ihr erschreckendes Getriebe vergessen machte. (...) Gerhild Romberger, deren Alt in ihrem Wohlfühloktavraum an edler, klarer Kraft kaum zu überbieten war."
    DerStandard
    Stefan Ender, "Töne für die Toten im Wiener Konzerthaus", in: DerStandard, 24.02.22
  • "Bei Antonín Dvořáks "Biblischen Liedern" kommt die Altistin Gerhild Romberger ohne dramatische Ausbrüche aus und deutet die Psalmvertonungen gänzlich verinnerlicht aus dem tschechischen Text. Dabei lotet sie ein breites Spektrum von Pianofarben aus und liebkost melodische Wendungen geradezu mit ihrer bestechenden Legatokultur."
    Süddeutsche Zeitung
    SZ, "Freundschaftsdienst - das BRSO meldet sich live zurück. Ganz behutsam", Michael Stallknecht, 16.05.2021



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