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Vielseitigkeit, Musikalität und technische Präzision, vor allem aber eine natürliche und leidenschaftliche Herangehensweise, sind die Markenzeichen der französischen Dirigentin Ariane Matiakh.

Seit der Spielzeit 2022/23 ist Ariane Matiakh Chefdirigentin der Württembergischen Philharmonie Reutlingen und entwickelt das Orchester mit künstlerischer Weitsicht kontinuierlich weiter. Mit ihrer stilistischen Souveränität, klanglichen Transparenz und der Erweiterung des internationalen Profils des Orchesters prägt sie dessen künstlerische Entwicklung nachhaltig.

Neben ihren Verpflichtungen in Reutlingen wird sie in der Saison 2026/27 eine Neuproduktionen von Ariadne auf Naxos am La Monnaie in Brüssel, Lucrezia Borgia an der Opéra de Lyon, sowie Manon Lescaut an der Opéra de Nice leiten. Konzertengagements führen sie zudem zu internationalen Orchestern wie dem Royal Philharmonic Orchestra London, der George Enescu Philharmonic, dem Orchestre Philharmonique de Monte-Carlo und dem Malmö SymfoniOrkester, den Duisburger Philharmonikern, zur Orquesta Sinfónica de Tenerife, zum Helsinki Philharmonic Orchestra, zur Filarmonica TR Torino und zum Tiroler Sinfonieorchester Innsbruck. Für eine CD-Produktion kehrt sie in dieser Spielzeit zum Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin zurück.

Als Gastdirigentin arbeitet sie regelmäßig mit führenden Orchestern wie dem Royal Liverpool Philharmonic Orchestra, dem Hallé-Orchestra, den Bamberger Symphonikern, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, dem Gürzenich-Orchester Köln, den Wiener Symphonikern, dem Orchestre de Paris, dem Rotterdam Philharmonic Orchestra, dem Swedish Radio Symphony Orchestra, der Dresdner Philharmonie, dem WDR Sinfonieorchester Köln, dem MDR-Sinfonieorchester, dem Helsinki Philharmonic Orchestra, dem hr-Sinfonieorchester Frankfurt, Norrköping Symphony Orchestra, dem Finnischen Rundfunkorchester, dem Sinfonieorchester Basel, dem NDR Radiophilharmonie Hannover, dem Orchestre Métropolitain, dem Orchestre du Capitole de Toulouse, dem Orchestre Philharmonique de Radio France, dem BBC Symphony Orchestra und dem BBC National Orchestra of Wales zusammen.

Im Opernbereich war sie in der Saison 2025/26 mit der Neuproduktion von Janáčeks Das schlaue Füchslein an der Staatsoper Stuttgart, mit Philippe Leroux’ L’Annonce faite à Marie am Théâtre du Châtelet, sowie mit Poulencs La Voix Humaine und Escaichs Point d’Orgue am Théâtre des Champs-Élysées zu erleben. In der Saison 2024/25 dirigierte sie erstmals an der Deutschen Oper Berlin (Carmen), sowie am Théâtre Royal de la Monnaie in Brüssel eine Uraufführung von Mikael Karlsson (Fanny und Alexander). Zudem kehrte sie an das Royal Opera House in Covent Garden (Carmen) zurück.

In den letzten Jahren gastierte sie u. a. an der Staatsoper Stuttgart, an der Hamburgischen Staatsoper, an der Norwegischen Oper (Carmen), am Royal Opera House (La bohème), an der Komischen Oper Berlin (Le nozze di Figaro), an der Oper Göteborg (Madama Butterfly), an der Opéra de Nice (Die Zauberflöte), an der Oper Halle (Tosca) und an der Opéra du Rhin in Straßburg (Werther, Samson et Dalila, La voix humaine).

Ariane Matiakhs Diskografie beinhaltet eine Grammy-Nominierung für ihre Capriccio-Aufnahme der beiden Klavierkonzerte von Zara Levina mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin. Für das Label Capriccio hat sie außerdem Werke von Johanna Doderer sowie eine CD mit Musik von Francis Poulenc und Jean Françaix eingespielt. Im Rahmen einer weiteren Zusammenarbeit mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin interpretierte sie Werke von Harald Genzmer, Ermanno Wolf-Ferrari und Richard Strauss. Bei Berlin Classics erschien eine Aufnahme mit Klavierkonzerten von Clara Schumann und Ludwig van Beethoven, gespielt von Ragna Schirmer und der Staatskapelle Halle.
Ihre Arbeit über Charles Koechlin mit dem Sinfonieorchester Basel und der Württembergischen Philharmonie wurde von der Presse hoch gelobt (u. a. Choc Classica, Preis der deutschen Schallplattenkritik).

In Anerkennung ihrer Leistungen im französischen Musikleben und als Repräsentantin der französischen Kultur im Ausland wurde Ariane Matiakh im Jahr 2022 zum „Officier de l'Ordre des Arts et des Lettres“ ernannt.

Die Tochter zweier Opernsänger wuchs in einem äußerst musikalischen Umfeld auf und erlernte schon früh das Klavierspiel. Später studierte sie Orchesterdirigieren in Wien, wo sie auch im renommierten Arnold-Schönberg-Chor unter Dirigenten wie Nikolaus Harnoncourt und Adam Fischer sang. Besonders prägende Erfahrungen während ihrer umfassenden Ausbildung waren die Studien bei Leopold Hager, Yuji Yuasa und Seiji Ozawa.

Ihre erste Anstellung als Assistenzdirigentin an einem Opernhaus hatte Ariane an der Opéra et Orchestre de Montpellier, wo sie unter anderem eng mit James Conlon, Armin Jordan, Emmanuel Krivine und Alain Altinoglu zusammenarbeitete.