Der in Berlin lebende deutsch-britische Tenor Kieran Carrel erlangte internationale Bekanntheit, als er 2020 beim renommierten Bundeswettbewerb Gesang mit dem zweiten Preis ausgezeichnet wurde. Den Grundstein für seine sängerische Laufbahn legte er bereits in jungen Jahren im Knabenchor Gütersloh. Als Sohn einer deutschen Mutter und eines englischen Vaters zweisprachig aufgewachsen, schöpft er aus einer tief verwurzelten kulturellen Identität, die seine musikalische Ausdruckskraft auf der Bühne wie auf dem Konzertpodium prägt. Seine Ausbildung begann er bei Christoph Prégardien in Köln und setzte sie an der Royal Academy of Music in London bei Neil Mackie fort. Wichtige künstlerische Impulse erhielt er zudem im Rahmen der Heidelberger Liedacademy von Thomas Hampson und Hartmut Höll.
Als festes Ensemblemitglied der Deutschen Oper Berlin erarbeitet sich der Tenor mit großer Vielseitigkeit die zentralen Rollen seines Fachs. Zu seinem Repertoire zählen Partien wie Tamino (Die Zauberflöte), Don Ottavio (Don Giovanni), Walther (Tannhäuser), Erik (Der fliegende Holländer), Froh (Das Rheingold), Narraboth (Salome), Alfred (Die Fledermaus), Graf Almaviva (Il barbiere di Siviglia), Lysander (A Midsummer Night’s Dream) sowie der Marquis von Chateauneuf (Zar und Zimmermann). Gastengagements führten ihn bereits an bedeutende Opernhäuser und Konzertsäle sowie zu renommierten Festivals – darunter die Bregenzer Festspiele, das Glyndebourne Festival, die Bayreuther Festspiele, die Oper Köln, die Oper Leipzig, das Staatstheater Darmstadt, die Wigmore Hall, der Pierre Boulez Saal Berlin, der Heidelberger Frühling und die Schubertiade Schwarzenberg.
Leidenschaftlich widmet sich Kieran Carrel dem Konzert- und Liedgesang. Dabei arbeitet er regelmäßig mit führenden Klangkörpern zusammen, darunter das WDR Sinfonieorchester, das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, das Konzerthausorchester Berlin, das Gewandhausorchester Leipzig, das Netherlands Chamber Orchestra und das Netherlands Radio Philharmonic Orchestra. Zu seinen musikalischen Partnerinnen und Partnern zählen Persönlichkeiten wie Marc Minkowski, Joana Mallwitz, Oksana Lyniv, Daniel Cohen, Christoph Prégardien, András Schiff, Julius Drake und Graham Johnson.
An seinem Stammhaus, der Deutschen Oper Berlin, übernimmt er gleich mehrere Hauptpartien – darunter Tamino (Zauberflöte), zum ersten Mal die Rolle des Belmonte (Die Entführung aus dem Serail), die Partie des Evangelisten in der szenischen Matthäus-Passion unter der Leitung von Alessandro De Marchi sowie Narraboth in Strauss' Salome. Als Tamino ist er zudem erneut an der Oper Köln zu erleben. Nach seinem Debüt 2026 auf dem Grünen Hügel ist er für 2027 umgehend wieder zu den Bayreuther Festspielen eingeladen worden, diesmal als Walther von der Vogelweide in Tobias Kratzers gefeierter Tannhäuser-Inszenierung unter der musikalischen Leitung von Thomas Guggeis.
Zu den Highlights auf den Konzertpodien zählen in der Saison 26/27 eine große Europa-Tournee mit dem Ensemble Pygmalion unter Raphaël Pichon mit Mozarts c-moll-Messe – mit Stationen in Bordeaux, Versailles, Wien, London, Paris und Amsterdam –, Haydns Schöpfung mit dem Originalklangensemble Barucco und der Wiener Singakademie unter Heinz Ferlesch im Wiener Konzerthaus, Bachs h-Moll-Messe im Concertgebouw Amsterdam sowie Beethovens Missa solemnis mit dem Danish National Symphony Orchestra unter Petr Popelka in Kopenhagen. Darüber hinaus ist er beim Scottish Chamber Orchestra unter Raphaël Pichon, mit Brittens Serenade for Tenor, Horn and Strings mit der Dresdner Philharmonie unter Sir Donald Runnicles sowie in Strawinskys Oedipus Rex unter Alan Gilbert mit dem NDR Elbphilharmonie Orchester in der Elbphilharmonie Hamburg und im Théâtre des Champs-Élysées in Paris zu Gast. Kieran Carrel beschließt die Konzertsaison in Utrecht mit Mendelssohns Elias unter Karina Canellakis mit dem Groot Omroepkoor und dem Radio Filharmonisch Orkest.
Die österreichische Mezzosopranistin Sophie Rennert gehört zu den profiliertesten Sängerinnen ihrer Generation. Aus einer Musikerfamilie stammend, erhielt sie nach frühem Geigen- und Klavierunterricht bereits mit zwölf Jahren Gesangsunterricht bei ihrer Mutter, der Sopranistin Sigrid Rennert. Sie studierte an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien bei Karlheinz Hanser sowie Charles Spencer und empfing prägende Impulse in Meisterkursen von Brigitte Fassbaender, Ann Murray und Helmut Deutsch. Sophie Rennert ist Preisträgerin des Internationalen Mozartwettbewerbs Salzburg sowie des Innsbrucker Cesti-Wettbewerbs für Barockgesang und war Förderkünstlerin der Reihe Great Talents des Wiener Konzerthauses.
Gastengagements führten sie an renommierte Bühnen und Säle wie das Theater an der Wien, das Nationaltheater Mannheim, den Wiener Musikverein, das Muziekgebouw und Concertgebouw Amsterdam sowie zu den Innsbrucker Festwochen der Alten Musik. Eine besonders enge künstlerische Heimat verbindet sie mit der Schubertiade Schwarzenberg und Hohenems, wo sie regelmäßig mit ausdrucksstarken Liederabenden begeistert.
Ihr umfangreiches Repertoire zeugt von außergewöhnlicher Stilvielfalt: Auf der Opernbühne verkörpert sie Partien wie Carmen, Dorabella, Donna Elvira, Cherubino, Ruggiero, Nicklausse, Prinz Orlofsky, Rosina, Hänsel, Angelina und Charlotte. Im Konzertbereich reicht ihr Spektrum von Bachs Weihnachtsoratorium, Mozarts Requiem und Schumanns Das Paradies und die Peri über Beethovens 9. Sinfonie bis hin zu den Werken Gustav Mahlers. Barocke Hauptrollen wie Vivaldis Irene (Tamerlano), Händels Piacere (Il Trionfo del Tempo e del Disinganno) oder Cestis Gloria Austriaca/Giunone (Il Pomo d’Oro) gehören ebenso dazu wie die Moderne, darunter Peter Eötvös’ Angels in America(Harper Pitt) und Gottfried von Einems Der Besuch der alten Dame (Claire Zachanassian).
Sophie Rennert arbeitet regelmäßig mit führenden Klangkörpern zusammen – darunter die Wiener Philharmoniker, die Accademia Nazionale di Santa Cecilia, das Orquesta Nacional de España und das City of Birmingham Symphony Orchestra. Zu den Dirigenten, mit denen sie zusammenarbeitet, zählen David Afkham, Ivor Bolton, Semyon Bychkov, Ottavio Dantone, Ádám Fischer, Philippe Jordan, Joana Mallwitz, Jordi Savall und Andreas Spering. Im Liedfach wird sie von renommierten Pianisten wie Joseph Middleton, Graham Johnson, Ammiel Bushakevitz, Julius Drake und Helmut Deutsch begleitet.
Die Saison 2026/27 führt sie auf renommierte Bühnen Europas und hält eine Reihe besonderer Debüts und Wiederbegegnungen bereit: Ein bedeutendes Hausdebüt feiert sie als Angelina in einer Neuproduktion von Rossinis La Cenerentola (Regie: Daniel Kramer) unter der musikalischen Leitung von Speranza Scappucci und Stefano Sarzani am Théâtre de la Monnaie in Brüssel. In Antwerpen verleiht sie der Titelpartie in Berlioz’ Orphée unter Francesco Corti Gestalt, ehe sie zum Saisonabschluss als Apamia in A. Bononcinis Tigrane unter der Leitung von Ottavio Dantone zu den Innsbrucker Festwochen der Alten Musik zurückkehrt.
Auf der Konzertbühne ist sie mit Vivaldis Rosmira an der Seite der Accademia Bizantina, mit der Akademie für Alte Musik Berlin (Akamus) im Pierre Boulez Saal in Berlin sowie in Mahlers 2. Symphonie mit der Neuen Philharmonie Westfalen zu erleben. Feinsinnige Akzente setzt sie zudem mit Liederabenden in der Londoner Wigmore Hall, in Oxford, bei der Internationalen Hugo-Wolf-Akademie in Stuttgart sowie in Frankfurt.
Zahlreiche Einspielungen dokumentieren ihr Schaffen, darunter Leopold Mozarts Missa Solemnis, Händels Lotario, Brahms-Lieder mit Graham Johnson, Vivaldis Tamerlano unter Ottavio Dantone sowie die CD Von den Göttern weiß ich nichts mit Vokalwerken von Uli Rennert. Gemeinsam mit dem Pianisten Joseph Middleton spielte Sophie Rennert das Franz-Schubert-Liedalbum Irrlichter ein, das im April 2026 beim Label BIS Records erschien. Die Aufnahme, die im Markus-Sittikus-Saal in Hohenems entstand, wurde von der Fachkritik hochgelobt und vom BBC Music Magazine als 'Vocal Choice' mit fünf Sternen ausgezeichnet.