Der Bass Tareq Nazmi studierte an der Hochschule für Musik und Theater in München bei Edith Wiens und Christian Gerhaher sowie privat bei Hartmut Elbert. Zuerst als Teilnehmer des Opernstudios, danach als Ensemblemitglied der Bayerischen Staatsoper war er in zahlreichen Rollen wie Minister (Fidelio), Masetto (Don Giovanni), Sprecher (Die Zauberflöte), Silvano (La Calisto), Zuniga (Carmen), Truffaldin (Ariadne auf Naxos), Publio (La clemenza di Tito), Caronte (L’Orfeo), Nachtwächter (Meistersinger), Albert (La Juive) oder Osman (Les Indes Galantes) zu erleben.

Die Spielzeit 2018/19 beginnt für Tareq Nazmi mit seinem Rollendebüt als Filippo in Verdis Don Carlo am Theater St. Gallen. Haydns Paukenmesse mit der Accademia Nazionale di Santa Cecilia in Rom und sein Rollendebüt als Banco in Verdis Macbeth an der Oper Antwerpen zählen zu weiteren Höhepunkten der Saison. Eine Tournee mit Verdis Messa da Requiem unter der musikalischen Leitung von Teodor Currentzis führt ihn außerdem nach Mailand, Hamburg, Wien, Paris, Moskau, Genf und Athen. Außerdem ist er unter Kirill Petrenko in Beethovens Missa solemnis in München zu hören. 

Zu wichtigen Engagements vergangener Spielzeiten zählen konzertante Don GiovanniVorstellungen unter René Jacobs, in denen Tareq Nazmi als Commendatore und Masetto u.a. in Barcelona, Shanghai, Peking und Paris zu hören war. 2016 gab er unter François-Xavier Roths Leitung sein Rollendebüt als Leporello an der Oper Köln und debütierte unter Ivor Bolton als Masetto am Theater an der Wien in einer Inszenierung von Robert Carsen. 2018 kehrte er als Bottom in Damiano Michielettos Neuproduktion von Brittens A Midsummer Night´s Dream an das Theater an der Wien zurück. Weitere Debüts gab Tareq Nazmi in Rossinis Barbiere di Siviglia (Basilio) an der Komischen Oper Berlin und als Zaccaria (Nabucco) in St. Gallen. Auftritte beim Grafenegg-Festival oder in der Kölner Philharmonie in der Titelpartie von Mozarts Schauspielmusik Thamos, König in Ägypten folgten.

Als gefragter Konzertsolist verfügt Tareq Nazmi über ein breit gefächertes Repertoire, das von Bach bis Beethoven, von Haydn bis Brahms und von Mozart bis Dvorak reicht. Er trat mit dem Tonhalle Orchester Zürich unter Sir John Eliot Gardiner, dem Washington National Symphony Orchestra unter Christoph Eschenbach, mit dem Orchestre de Paris unter Daniel Harding, dem Orquestra Gulbenkian unter Alain Altinoglu, dem WDR Sinfonieorchester unter Bernard Labadie und Jukka-Pekka Saraste, mit dem Deutschen Symphonieorchester Berlin unter Manfred Honeck, dem Balthasar-Neumann-Chor und Ensemble unter Thomas Hengelbrock oder dem Mozarteum Orchester Salzburg unter Constantinos Carydis bei den Salzburger Festspielen 2016 auf. Ein Jahr später kehrte er mit MozartsRequiemunter Teodor Currentzis und Mozartsc-moll Messeunter Ivor Bolton nach Salzburg zurück. 2018 war er bei den Salzburger Festspielen außerdem als Sprecher in einer Neuproduktion derZauberflöte zu hören.

Als Liedsänger konnte man Tareq Nazmi zuletzt zusammen mit Gerold Huber bei der Schubertiade Hohenems, in München, Detmold und Lambach hören. Weitere Liederabende in Köln, Ingolstadt und Regensburg folgen. In der Spielzeit 2018/19 gibt er darüber hinaus sein Debüt in der Londoner Wigmore Hall. 

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