Der Bass Tareq Nazmi studierte an der Hochschule für Musik und Theater in München bei Edith Wiens und Christian Gerhaher sowie privat bei Hartmut Elbert. Zuerst als Teilnehmer des Opernstudios, danach als Ensemblemitglied der Bayerischen Staatsoper war er in zahlreichen Rollen wie Minister (Fidelio), Masetto (Don Giovanni), Sprecher (Die Zauberflöte), Silvano (La Calisto), Zuniga (Carmen), Truffaldin (Ariadne auf Naxos), Publio (La clemenza di Tito), Caronte (L’Orfeo), Nachtwächter (Meistersinger), Albert (La Juive) oder Osman (Les Indes Galantes) zu erleben.

Die Saison 2019/20 eröffnet Tareq Nazmi mit einer Europa Tournee als Papst Clemens VII in Benvenuto Celliniunter Sir John Eliot Gardiner, bevor er als Colline (La Bohème) sein Debüt an der Metropolitan Opera in New York gibt. Außerdem wirkt er an einer szenischen Neuproduktion von Beethovens Fidelio in Baden-Baden unter Kirill Petrenko am Pult der Berliner Philharmoniker mit, kehrt mit Haydns Schöpfung zur Accademia Nazionale di Santa Cecilia nach Rom zurück, singt in Amsterdam Schumanns Faust Szenen sowie in Genf, New York und Barcelona Beethovens 9. Sinfonie

Zu wichtigen Engagements vergangener Spielzeiten zählen u.a. sein Rollendebüt als Filippo in Verdis Don Carlo am Theater St. Gallen, sein Rollendebüt als Banco in Verdis Macbeth an der Oper Antwerpen, eine Tournee mit Verdis Messa da Requiem unter der musikalischen Leitung von Teodor Currentzis oder Beethovens Missa solemnis in München unter Kirill Petrenko. 2016 gab er unter François-Xavier Roths Leitung sein Rollendebüt als Leporello an der Oper Köln und debütierte unter Ivor Bolton als Masetto am Theater an der Wien. 2018 kehrte er als Bottom in Damiano Michielettos Neuproduktion von Brittens A Midsummer Night´s Dreaman das Theater an der Wien zurück. Weitere Debüts gab Tareq Nazmi in Rossinis Barbiere di Siviglia (Basilio) an der Komischen Oper Berlin und als Zaccaria (Nabucco) in St. Gallen. Auftritte beim Grafenegg-Festival oder in der Kölner Philharmonie in der Titelpartie von Mozarts Schauspielmusik Thamos, König in Ägypten folgten.

Als gefragter Konzertsolist verfügt Tareq Nazmi über ein breit gefächertes Repertoire, das von Bach bis Beethoven, von Haydn bis Brahms und von Mozart bis Dvorak reicht. Er arbeitet mit dem Tonhalle Orchester Zürich unter Sir John Eliot Gardiner, mit dem Orchestre de Paris unter Daniel Harding, dem Orquestra Gulbenkian unter Alain Altinoglu, dem WDR Sinfonieorchester unter Bernard Labadie und Jukka-Pekka Saraste, mit dem Deutschen Symphonieorchester Berlin unter Manfred Honeck, dem Balthasar-Neumann-Chor und Ensemble unter Thomas Hengelbrock oder dem Mozarteum Orchester Salzburg unter Constantinos Carydis bei den Salzburger Festspielen 2016 auf. Ein Jahr später kehrte er mit Mozarts Requiem unter Teodor Currentzis und Mozarts c-moll Messe unter Ivor Bolton nach Salzburg zurück. 2018 war er bei den Salzburger Festspielen außerdem als Sprecher in einer Neuproduktion derZauberflötemit den Wiener Philharmonikern unter Constantinos Carydis zu hören.

Als Liedsänger konnte man Tareq Nazmi zuletzt zusammen mit Gerold Huber bei der Schubertiade Hohenems, in München, Detmold und Lambach hören. Weitere Liederabende in Köln, Ingolstadt und Regensburg folgten. In der Spielzeit 2018/19 gab er darüber hinaus sein Debüt in der Londoner Wigmore Hall. 

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