Der Bass Tareq Nazmi studierte an der Hochschule für Musik und Theater in München bei Edith Wiens und Christian Gerhaher sowie privat bei Hartmut Elbert. Zuerst als Teilnehmer des Opernstudios, danach als Ensemblemitglied der Bayerischen Staatsoper war er dort in zahlreichen Rollen wie Minister (Fidelio), Masetto (Don Giovanni), Sprecher (Die Zauberflöte), Silvano (La Calisto), Zuniga (Carmen), Truffaldin (Ariadne auf Naxos), Publio (La clemenza di Tito), Caronte (L’Orfeo), Nachtwächter (Meistersinger), Albert (La Juive) oder Osman (Les Indes Galantes) zu erleben.

Die Saison 2021/22 eröffnet Tareq Nazmi als Sarastro an der Lyric Opera in Chicago. Es folgen Konzerte mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter Sir John Eliot Gardiner, den Münchner Philharmonikern, den Wiener Symphonikern und eine Rückkehr an die Bayerische Staatsoper als Banco in Verdis Macbeth. Darüber hinaus wird Tareq Nazmi sein Rollendebüt als König Heinrich (Lohengrin) in einer konzertanten Vorstellung im Rahmen des Tokyo Spring Festival geben. 

Zu wichtigsten Engagements vergangener Spielzeiten zählen u.a. sein Rollendebüt als Filippo II in Verdis Don Carlo am Theater St. Gallen, sein Rollendebüt als Banco in Verdis Macbeth an der Oper Antwerpen, eine Tournee mit Verdis Messa da Requiem unter der musikalischen Leitung von Teodor Currentzis oder Beethovens Missa solemnis in München unter Kirill Petrenko. Außerdem ging Tareq Nazmi als Papst Clemens VII in Benvenuto Cellini unter Sir John Eliot Gardiner auf Europa Tournee. 2018 sang er den Bottom in Damiano Michielettos Inszenierung von Brittens A Midsummer Night´s Dream am Theater an der Wien und war bei den Salzburger Festspielen als Sprecher in einer Neuproduktion der Zauberflöte mit den Wiener Philharmonikern unter Constantinos Carydis zu hören. 2017 debütierte er als Zaccaria in Verdis Nabucco in St. Gallen. Debüts mit den Berliner Philharmonikern, bei den Salzburger Festspielen als Sarastro, beim Chicago Symphony Orchestra unter Riccardo Muti, an der Metropolitan Opera sowie bei New York Philharmonic Orchestra fielen allesamt der weltweiten Corona-Krise zum Opfer.  

Als gefragter Konzertsolist verfügt Tareq Nazmi über ein breit gefächertes Repertoire, das von Bach bis Beethoven, von Haydn bis Brahms und von Mozart bis Dvorak reicht. Er arbeitete mit dem Tonhalle Orchester Zürich, mit dem Orchestre de Paris unter Daniel Harding, dem Orquestra Gulbenkian unter Alain Altinoglu, dem WDR Sinfonieorcher unter Jukka-Pekka Saraste, mit dem Deutschen Symphonieorchester Berlin unter Manfred Honeck, dem Balthasar-Neumann-Chor und Ensemble unter Thomas Hengelbrock oder dem Mozarteum Orchester Salzburg unter Constantinos Carydis.

Als Liedsänger konnte man Tareq Nazmi zuletzt zusammen mit Gerold Huber bei der Schubertiade Hohenems, in München, Köln und in der Londoner Wigmore Hall hören und auch in der Spielzeit 2021/22 sind Liederabende geplant.

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