Benjamin Bruns begann seine Sängerlaufbahn als Alt-Solist im Knabenchor seiner Heimatstadt Hannover. Nach einer vierjährigen privaten Gesangsausbildung bei Prof. Peter Sefcik studierte er an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg bei Kammersängerin Renate Behle. Noch während des Studiums wurde ihm vom Bremer Theater ein erstes Festengagement angeboten, welches ihm früh den Aufbau eines breitgefächerten Repertoires ermöglichte und dem bald ein Ensemblevertrag an der Oper Köln folgte. Über die Sächsische Staatsoper Dresden führte ihn sein Weg direkt zur Wiener Staatsoper, der er immer noch mit einem Residenzvertrag verbunden ist. Seine musikalische Bandbreite umfasst Rollen wie Belmonte (Die Entführung aus dem Serail), Tamino (Die Zauberflöte), Don Ottavio (Don Giovanni), Fenton (Falstaff), Camille de Rosillon (Die lustige Witwe), Lysander (Britten: A Midsummer Night's Dream), Don Ramiro (La Cenerentola), Boris Grigorievič (Janáček: Kátia Kabanová), Erik (Der fliegende Holländer), Loge (Das Rheingold) oder auch den Italienischen Tenor in den beiden Strauss-Opern Capriccio und Der Rosenkavalier.

In der Saison 2019/20 erlebt man Benjamin Bruns gleich in drei für ihn neuen Partien: zum Auftakt der neuen Spielzeit singt er den Max (Der Freischütz) am Opernhaus Zürich, anschließend folgt sein Haus- und Rollendebüt am Salzburger Landestheater in der Titelpartie des Lohengrin und an der Wiener Staatsoper debütiert der Tenor als Florestan in Beethovens Leonore. Nach München kehrt er als David (Die Meistersinger) und nach Santiago de Chile als Erik (Der fliegende Holländer) zurück.

Oratorium und Liedgesang bilden für Benjamin Bruns wichtige Ergänzungen zu seinem Bühnenschaffen.
Den Schwerpunkt seines umfangreichen Konzert- Repertoires bilden die großen sakralen Werke von Bach, Händel, Haydn, Mozart, Schubert und Mendelssohn. Dabei musiziert er mit allen wichtigen deutschen Orchestern sowie mit renommierten Ensembles wie dem Insula Orchestra, dem Boston Symphony Orchestra, dem Bach Collegium Japan, der Tschechischen Philharmonie, dem Sydney Symphony Orchestra, dem Kammerorchester Basel, der Zürcher Sing-Akademie und dem Chor und Orchester der Accademia di Santa Cecilia.

Diese Konzertsaison steht unter dem Zeichen Bachs und Beethovens: so ist Benjamin Bruns zusammen mit dem Windsbacher Knabenchor bei der Bachwoche Ansbach mit Bach-Kantaten, mit der h-Moll-Messe beim Carl Philipp Emanuel Bach-Chor in Hamburg und mit der Matthäus-Passion beim Gewandhausorchester zu Leipzig zu Gast. Anlässlich des Beethoven-Jubiläums kann man den Sänger in Christus am Ölberge unter Simon Rattle bei den Berliner Philharmonikern, mit der Messe in C-Dur in Utrecht unter der Leitung von Karina Canellakis, in der Missa solemnis beim BRSO unter Mariss Jansons und in Tokyo beim NHK Symphony Orchestra ebenfalls mit der Missa solemnis sowie der 9. Symphonie, dirigiert von Masaaki Suzuki, erleben. Ein weiteres Highlight der Saison ist Mahlers 8. Symphonie unter Kirill Petrenko an der Bayerischen Staatsoper in München.

Benjamin Bruns ist Preisträger des Bundeswettbewerbs Gesang Berlin, des Hamburger Mozart-Wettbewerbs sowie des internationalen Gesangswettbewerbs der Kammeroper Schloss Rheinsberg. Als besondere Auszeichnungen wurden ihm 2008 der Kurt-Hübner-Preis des Theaters Bremen und 2009 der Nachwuchsförderpreis des Schleswig-Holstein Musik Festivals verliehen. 

Seine kürzlich veröffentlichte Lied-CD Dichterliebe, mit Schumanns Dichterliebe und Der arme Peter, Beethovens An die ferne Geliebte und Wolfs Liederstrauß mit Karola Theill am Klavier, wurde von der Presse hochgelobt und sowohl bei den International Classical Music Awards als auch für den Deutschen Schallplattenpreis in der Kategorie ‚Vocal Recital‘ nominiert.

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