Manfred Honeck gilt als einer der weltweit führenden Dirigenten, dessen unverwechselbare und richtungsweisenden Interpretationen international große Anerkennung erfahren. Seit mehr als einem Jahrzehnt ist er Musikdirektor des Pittsburgh Symphony Orchestra. In der Saison 2020/21 wird mit Sonderkonzerten, besonderen Programmen und Partnerschaften das 125jährige Jubiläum des Orchesters begangen. Manfred Honeck und das Orchester werden sowohl in Pittsburgh als auch im Ausland gefeiert. Gastspiele führen regelmäßig in die Carnegie Hall und zum Lincoln Center in New York sowie in die bedeutendsten europäischen Musikmetropolen und zu Festivals wie den BBC Proms, den Salzburger Festspielen, dem Musikfest Berlin, dem Lucerne Festival, dem Rheingau Musik Festival, dem Beethovenfest Bonn und dem Grafenegg Festival. Die enge Zusammenarbeit mit dem Musikverein in Wien wurde im Herbst 2019 mit einer Residenz im Rahmen der jüngsten Europa-Tournee fortgesetzt, die in zehn Städte in fünf Ländern führte.

Manfred Honecks erfolgreiche Tätigkeit in Pittsburgh wird durch bislang zehn Aufnahmen für das Label Reference Recordings umfassend dokumentiert. Alle SACDs mit Werken von Strauss, Beethoven, Bruckner, Tschaikowsky und anderen erhielten eine Vielzahl an hervorragenden Rezensionen und Auszeichnungen, darunter eine Reihe von Grammy-Nominierungen. Die Einspielung von Schostakowitschs 5. Symphonie und Barbers Adagio gewann 2018 den Grammy für "Best Orchestral Performance". Im folgenden Jahr erschien Bruckners Symphonie Nr. 9, die erneut in mehreren Kategorien für den Grammy nominiert wurde. Die jüngste Aufnahme, Tschaikowskys Symphonie Nr. 4 gekoppelt mit dem Doppelkonzert für Klarinette und Fagott von Jonathan Leshnoff, wurde im Mai 2020 veröffentlicht.

Der gebürtige Österreicher absolvierte seine musikalische Ausbildung an der Hochschule für Musik in Wien. Die langjährige Erfahrung als Mitglied der Wiener Philharmoniker und des Wiener Staatsopernorchesters war nachhaltig prägend für seine Arbeit als Dirigent. Seine Interpretationskunst basiert auf der Entschlossenheit, sich tief unter die Oberfläche der Musik zu begeben. Seine Laufbahn als Dirigent begann Manfred Honeck als Assistent von Claudio Abbado in Wien sowie als Leiter des Jeunesse Orchesters Wien. Anschließend wurde er als Erster Kapellmeister an das Opernhaus Zürich verpflichtet, wo er 1993 den Europäischen Dirigentenpreis erhielt. Er wirkte seither als einer der drei Hauptdirigenten des MDR Sinfonieorchesters Leipzig, als Musikalischer Leiter der Norwegischen Nationaloper, als Erster Gastdirigent des Oslo Philharmonic Orchestra und der Tschechischen Philharmonie sowie als Chefdirigent des Swedish Radio Symphony Orchestra in Stockholm.

Von 2007 bis 2011 war Manfred Honeck Generalmusikdirektor der Staatsoper Stuttgart. Dort dirigierte er unter anderem Premieren von Berlioz' Les Troyens, Mozarts Idomeneo, Verdis Aida, Poulencs Dialogues des Carmélites, den Rosenkavalier von R. Strauss, die Fledermaus von Johann Strauß sowie Wagners Lohengrin und Parsifal. Gastspiele im Bereich der Oper führten ihn an die Semperoper Dresden, an die Komische Oper Berlin, an die Königliche Oper in Kopenhagen, zum White Nights Festival nach St. Petersburg und zu den Salzburger Festspielen Im Beethoven-Jubiläumsjahr 2020 übernahm er die musikalische Leitung der Neuinszenierung von Fidelio in der Fassung von 1806 am Theater an der Wien. Jenseits des Dirigentenpults hat Manfred Honeck eine Reihe von symphonischen Suiten konzipiert, die auf szenischen Werken basieren, darunter Janáčeks Jenůfa, Strauss' Elektra und Dvořáks Rusalka. Diese Arrangements, die er allesamt mit dem Pittsburgh Symphony Orchestra aufgenommen hat, bringt er auch regelmäßig mit Orchestern auf der ganzen Welt zur Aufführung.

Als Gastdirigent stand Manfred Honeck am Pult aller führenden internationalen Klangkörper, darunter das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, die Berliner Philharmoniker, das Gewandhausorchester Leipzig,die Sächsische Staatskapelle Dresden, die Bamberger Symphoniker, das Tonhalle-Orchester Zürich, Royal Concertgebouw Orchestra, London Symphony Orchestra, Orchestre de Paris, Accademia Nazionale di Santa Cecilia Rom sowie die Wiener Philharmoniker; in den USA leitete er das Los Angeles Philharmonic, New York Philharmonic, The Cleveland Orchestra, Chicago Symphony Orchestra, Boston Symphony Orchestra, Philadelphia Orchestra und San Francisco Symphony. Er ist außerdem seit mehr als fünfundzwanzig Jahren Künstlerischer Leiter der Internationalen Wolfegger Konzerte. Manfred Honeck wurde von mehreren US-amerikanischen Universitäten zum Ehrendoktor ernannt. Im Auftrag des österreichischen Bundespräsidenten wurde er mit dem Berufstitel Professor gewürdigt. Die Fachjury der International Classical Music Awards zeichnete ihn 2018 als "Artist of the Year" aus.

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