Julia Fischer

Geige
© Uwe Arens
Deutschland

Weltklasse-Geigerin, künstlerische Leiterin und angesehene Professorin – Julia Fischer verkörpert eine außergewöhnliche Vielseitigkeit. Seit knapp drei Jahrzehnten steht sie auf den bedeutenden Konzertbühnen weltweit und begeistert mit Virtuosität, musikalischer Leidenschaft und großer Ausdruckskraft. Für ihr Wirken wurde sie mit zahlreichen renommierten Auszeichnungen geehrt, darunter das Bundesverdienstkreuz, der Deutsche Kulturpreis und der Bayerische Maximiliansorden. 

Ein besonderer Höhepunkt der Saison 2026/27 ist Julia Fischers künstlerische Residenz bei Radio France mit Orchester- und Kammerkonzerten in Paris sowie einer Deutschland-Tournee mit dem Orchestre National de France und Cristian Măcelaru. Darüber hinaus eröffnet sie mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin und Vladimir Jurowski ihre Saison mit Beethovens Violinkonzert. Weitere Engagements führen sie zum hr-Sinfonieorchester / Alain Altinoglu, zum Royal Philharmonic Orchestra / Vasily Petrenko, zum NDR Elbphilharmonie Orchester / Alan Gilbert, zum Orchestre Philharmonique de Radio France / Tugan Sokhiev sowie zum London Philharmonic Orchestra / Edward Gardner; beim Royal Concertgebouw Orchestra und Fabio Luisi ist sie mit Hans Werner Henzes Il Vitalino raddoppiato zu Gast.

Die Kammermusik bildet seit jeher einen wesentlichen Teil von Julia Fischers künstlerischer Arbeit. Zu ihren langjährigen musikalischen Partnern zählen unter anderem die Pianisten Yulianna Avdeeva, Martin Helmchen und Jan Lisiecki sowie der Cellist Daniel Müller-Schott.  Eine besondere Rolle nimmt dabei das Julia Fischer Quartett ein, das sie mit Alexander Sitkovetsky, Nils Mönkemeyer und Benjamin Nyffenegger 2012 gründete. Zu Beginn des Jahres 2027 geht das Quartett erneut auf Europatournee. Gemeinsam mit Benjamin Nyfenegger leitet Julia Fischer zudem seit 2024 den Boswiler Sommer, ein exklusives Kammermusikfestival im idyllischen Schweizer Aargau.

Eine lange und prägende Orchesterpartnerschaft verbindet Julia Fischer mit der Academy of St Martin in the Fields. Bereits 2001 spielte sie mit der Academy Vivaldis Vier Jahreszeiten auf DVD ein, später Violinkonzerte von J. S. Bach. Es folgten zahlreiche gemeinsame Konzerte und Tourneen, zunächst auch mit dem langjährigen Leiter und Gründer Sir Neville Marriner. Julia Fischer tritt mit dem Ensemble inzwischen regelmäßig in der Doppelrolle als Solistin und Leiterin vom ersten Pult auf. Auch mit weiteren Kammerorchestern wie der Kammerakademie Potsdam und dem Zürcher Kammerorchester arbeitet sie als Solistin und Leiterin zusammen.

Intensive künstlerische Partnerschaften spiegeln sich auch in den zahlreichen Residenzen wider, zu denen Julia Fischer im Laufe ihrer Karriere eingeladen wurde, darunter beim Konzerthaus Berlin, der Dresdner Philharmonie, den Wiener Symphonikern, der Tonhalle Zürich und dem London Philharmonic Orchestra. In der Saison 2026/27 setzt sie diese Reihe mit ihrer Residenz bei Radio France fort.

Julia Fischer engagiert sich zudem für die Musik unserer Zeit. Matthias Pintscher, Andrey Rubtsov, Johannes X. Schachtner und Pascal Zavaro schrieben Violinkonzerte für sie, die sie zur Uraufführung brachte. Zu ihrem Repertoire zählen darüber hinaus bedeutende zeitgenössische Violinkonzerte, darunter Werke von Nicholas Maw und Esa-Pekka Salonen.

Schon früh setzte Julia Fischer entscheidende künstlerische Akzente: 1995 gewann sie den ersten Preis beim Internationalen Yehudi-Menuhin-Wettbewerb. Zu ihren langjährigen musikalischen Partnern zählen unter anderem Herbert Blomstedt, Alan Gilbert, Manfred Honeck, Jakub Hrůša, Vladimir Jurowski, Cristian Măcelaru, Juanjo Mena, Riccardo Muti, Kirill Petrenko, Vasily Petrenko, Esa-Pekka Salonen, Thomas Søndergård, Michael Sanderling und Franz Welser-Möst; prägende Zusammenarbeiten verbanden sie zudem mit Yakov Kreizberg, Lorin Maazel, Giuseppe Sinopoli und Yuri Temirkanov.

Julia Fischers umfangreiche Diskografie wurde vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem BBC Music Magazine Award, dem Gramophone Award und dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik. Seit 2017 veröffentlicht sie neue Aufnahmen im JF CLUB, ihrer eigenen Mitgliederplattform für Audio- und Videoaufnahmen, die 2026 umfassend neugestaltet wurde. Eine limitierte JF CLUB Edition der Sonaten von Eugène Ysaÿe erschien bei Hänssler Classic auf Vinyl.

Neben ihrer Konzerttätigkeit widmet sich Julia Fischer intensiv der Förderung der nächsten Generation. Seit 2011 ist sie Professorin für Violine an der Hochschule für Musik und Theater München, wo sie die Nachfolge ihrer früheren Lehrerin Ana Chumachenco antrat. Darüber hinaus gibt sie Meisterkurse und gründete in ihrem Heimatort die Kindersinfoniker, ein Orchester für junge Musikerinnen und Musiker ab 7 Jahren.

Julia Fischer begann im Alter von drei Jahren mit ihrer musikalischen Ausbildung. Zunächst erhielt sie Geigenunterricht bei Helge Thelen und anschließend Lydia Dubroskaya, Klavierunterricht bei ihrer Mutter Viera Fischer. Mit neun Jahren wurde sie Jungstudentin bei Ana Chumachenco an der Hochschule für Musik und Theater München.

Julia Fischer spielt eine Violine von Giovanni Battista Guadagnini aus dem Jahr 1742 sowie eine moderne Violine von Philipp Augustin aus dem Jahr 2018.

---

Wenn Sie tiefer in die musikalischen Welten von Julia Fischer eintauchen möchten, werden Sie Mitglied des JF CLUB – Julia Fischers exklusiver Mitgliederplattform und der einzige Ort, an dem all ihre Aufnahmen, Videos und musikalischen Projekte gebündelt zu finden sind. Dank eines umfassenden Relaunches sowohl des JF CLUB als auch ihrer offiziellen Website www.juliafischer.com/club, wird langjährigen Wegbegleitern oder neuen Zuhörern ein noch intensiveres, umfassenderes Erlebnis von Julia Fischer als Künstlerin geboten.

 




6. September 2026 - 19:00

Congress Hall, Palace of Culture and Sports

Ludwig van Beethoven: Konzert für Violine und Orchester D-Dur op. 61

Info & Tickets



17. September 2026 - 19:00

Frankfurt am Main, Alte Oper Frankfurt

Henri Wieniawski: Violinkonzert Nr. 1

Info & Tickets



18. September 2026 - 20:00

Frankfurt am Main, Alte Oper Frankfurt

Henri Wieniawski: Violinkonzert Nr. 1

Info & Tickets



  • "Zuweilen fragt man sich, warum ein reichhaltiges Werk wie das Violinkonzert h-Moll von Edward Elgar kaum in den Konzertprogrammen erscheint. Doch das erklärt sich sehr schnell. Da sind seine enormen technischen wie emotionalen Herausforderungen, die außergewöhnliche Länge (50 Minuten) – ein wahres Monstrum, opulent und weitschweifend, vor dem wohl mancher Geiger Reißaus nimmt. Julia Fischer tut das Gegenteil. Und ihre stupende, über jeden Zweifel erhabene Technik, die den Begriff Schwierigkeit überhaupt nicht zu kennen scheint, die gerade in diesem Konzert nötig eindringliche und expressive Gestaltungsintensität, ihr ausgeprägter Sinn für die üppig wuchernde Ornamentik des Werkes machten diese Elgar-Interpretation zu einem atemberaubenden Erlebnis.
    Dresdner Neuste Nachrichten
    „Ernst und Melancholie - Konzert der Dresdner Philharmonie unter Vasily Petrenko“, in: Dresdner Neuste Nachrichten, 25.03.2024
  • "Ein Wörterbuch der Violinkunst von Julia Fischer müsste unter anderem diese Einträge enthalten: Zunächst das „dolce". Es ist bei ihr von größter Zartheit, nicht etwa süßlich, sondern eher wie ein Natur-Aroma. Das „espressivo" ist nicht gleich mit Vibratospiel und Bogendruck, sondern kann sich in drahtiger Intensität äußern. Bei einem „molto espressivo" presst sie ihrer Violine aber auch schluchzende, regenbogenartig schillernde Farben ab. Beim „scherzando" bezieht sie das WDR Sinfonieorchester mit ein, sie neckt, lockt und hört darauf, wie die Streicher reagieren; (...). Besonders anrührend - die alphabetische Ordnung wird hier aufgegeben - streicht Julia Fischer ein „semplice", nicht bloß einfach, sondern fragil, mit geringstem Gewicht, das Regelmaß des Tones riskierend. Wir müssen diese Liste bald fortsetzen. Denn diese Ausschnitte aus ihrer unendlichen Palette sind allein ihrer Interpretation der Fantasie für Violine und Orchester von Josef Suk abgelauscht, (...). (Tschaikowskys „Sérénade mélancolique") Diese macht Julia Fischer, fern von jedem Stimmungskitsch, zu einer Studie der tiefen Lage ihres Instruments, die sie mit ihrer einsamen Kunst der Bogenführung durchlässig hält und wundervoll atmen lässt. Unvergleichbar, wie sie einen Ton zum Erscheinen bringt und denselben unmerklich modifiziert, als sich das harmonische Umfeld ändert."
  • „On Wednesday, for the orchestra’s [Bayerisches Staatsorchester] first program at Carnegie, Mr. Petrenko led a stirring account of Brahms’s Concerto for Violin and Cello, with the brilliant violinist Julia Fischer and the commanding cellist Daniel Müller-Schott as soloists.“
    The New York Times
    Anthony Tommasini: „Review: An Ecstatic ‘Rosenkavalier’ Introduces a Conductor to Carnegie”, in: The New York Times, 30.03.2018
  • „Der erste Ton ist das Tor in eine andere Welt. Das gelingt ihr. Sie beginnt unfassbar durchsichtig und gewinnt dann stetig an klanglicher Intensität. Noch die höchsten Lagen sind klar artikuliert, wenn ihr Klang über dem träge wie ein Lavastrom dahinfliessenden Orchester flirrt, und später dann mit Kick zu Beginn eines jeden der vielen Doppelgriffe überzeugt.“
    Luzerner Zeitung
    Diana Sonja Tobler, Kanoneschüsse am Abend vor Fronleichnam, aber Schostakowitsch meinte es anders, 19.06.2025



Elisabeth Ehlers

Elisabeth Ehlers

Director
E-Mail
+49 89 44488790
Felicitas Wittekindt

Felicitas Wittekindt

E-Mail
Associate Artist Manager
+49 89 444887911
Anja Rauschardt - PR Alliance

Anja Rauschardt - PR Alliance

E-Mail
PR Consultancy
+49 160 4133786

  HIGHLIGHTS 2023/2024