“Georg Zeppenfeld ist derzeit der wohl beste und modernste Sachs, den man kriegen kann, er ist schlank, viril, hat keinerlei Probleme mit den Anforderungen der Partie, singt knackig, man versteht jedes Wort – ein sensationelles Rollendebüt.“

Egbert Tholl, „Liebeserklärung ans Theater“ in: Süddeutsche Zeitung, 14.04.2019

„Anlass ist das Rollendebüt des Bassisten Georg Zeppenfeld in der von Christian Thielemann grandios dirigierten und in (fast) allen Rollen glänzend besetzten Aufführung der Osterfestspiele Salzburg. Zeppenfeld ist groß, schlank und wendig, und auch vom voice character her ist er nicht der massige und in der Körpersprache großspurige Kerl, der sich als Goethe-Beehoven- Schopenhauer-Monument immer an das Kopfende des Tisches setzt und die Rolle des Bedeutungsträgers einfordert. (…)

Zeppenfeld gelingt es hier zu zeigen, dass Wagner in Sachs den idealen, den unmittelbar lauschenden Zuhörer erfindet. Mit dem erwähnten Schusterlied (Jerum!) greift er in die Handlung ein. Dass ihn die vokalen Hammerschläge nicht ermüdet haben, zeigt sich im Wahnmonolog des dritten Aktes, in dem er die auf das E führende Phrase „Johannisnacht“ mit der Inständigkeit eines Schubert-Sängers formte.“

„Sachs als Idealer Zuhörer: Zeppenfelds Meistergesang“, Jürgen Kesting in: takt 1, 17.04.2019