Christof Fischesser wuchs in einer musikalischen Familie auf, erhielt bereits in der frühen Kindheit Instrumentalunterricht und war Mitglied in mehreren Chören und Ensembles. Er studierte Gesang bei Prof. Martin Gründler an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main und gewann im Jahr 2000 den ersten Preis beim Bundeswettbewerb für Gesang in Berlin. Daraufhin engagierte ihn das Badische Staatstheater Karlsruhe als festes Ensemblemitglied und gab ihm Gelegenheit, große Partien seines Fachs wie Mephisto (Mefistofele / Boito) oder Figaro (Le nozze di Figaro) zu singen. 2004 wechselte er als Ensemblemitglied an die Staatsoper Berlin, von 2012 bis 2015 war er Ensemblemitglied am Opernhaus Zürich, mit dem ihn seither eine besonders enge Zusammenarbeit verbindet.

Die Spielzeit 2019/20 führt Christof Fischesser als Kaspar in Webers Freischütz zurück an das Opernhaus Zürich. An der Bayerische Staatsoper wird er als König Heinrich in Wagners Lohengrinzu hören sein. Darüber hinaus gibt er den Orest am Royal Opera House Covent Garden und ist als Rocco in einer Neuinszenierung von Beethovens Fidelio am Theater an der Wien in der Regie von Christoph Waltz zu erleben. Bruckners Te Deum unter Christoph Eschenbach beim Schleswig Holstein Musik Festival und Beethovens 9. Sinfonie in Winterthur stehen ebenfalls auf dem Programm. 

Weitere Engagements führten Christof Fischesser bisher u.a. auch an die Wiener Staatsoper, an das Royal Opera House Covent Garden in London, an die Opéra National de Paris, das Teatro Real in Madrid, die Staatsoper München, die Komischen Oper Berlin, die Semperoper Dresden, die Opéra de Lyon, an das Théâtre du Capitole de Toulouse, an die Houston Grand Opera, die Lyric Opera Chicago sowie die Opernhäusern von Antwerpen, Kopenhagen und Göteborg. Zudem war er bei den Salzburger Festspielen und dem Festival d’Aix-en-Provence zu hören.

Sein breitgefächertes Repertoire umfasst Rollen wie König Marke (Tristan und Isolde), Ochs (Rosenkavalier), Veit Pogner (Meistersinger), Orest (Elektra), Landgraf (Tannhäuser), Gurnemanz (Parsifal), Sarastro (Zauberflöte), Figaro (Le Nozze di Figaro), Sir Giorgio (Puritani), Escamillo (Carmen), Don Basilio (Il Barbiere di Siviglia), Rocco (Fidelio), Banco (Macbeth), Conte di Walter (Luisa Miller), Fiesco (Simon Boccanegra), Kaspar (Freischütz) oder Mephisto (Faust /Gounod). 

Auch als Konzertsänger ist Christof Fischesser international gefragt und trat u.a. in Janaceks Glagolitischer Messe in Paris unter Jukka-Pekka Saraste, mit den Wiener Symphonikern unter Fabio Luisi an der Tonhalle Zürich und dem Wiener Konzerthaus, mit Daniel Barenboim und seinem West-Eastern Divan Orchestra in Madrid, Sevilla und Valencia und dem Mahler Chamber Orchestra unter Claudio Abbado beim Lucerne Festival auf. Schlüsselwerke wie Beethovens Missa solemnis, Verdis Messa di requiem oder Mendelssohns Elias zählen ebenso zu seinem Repertoire wie Brahms‘ Vier ernste Gesänge. Außerdem arbeitete er mit Dirigenten wie Bernard Haitink, Kent Nagano, Antonio Pappano, Philippe Jordan, YannickNézet-Séguin oder Kirill Petrenko.

Das künstlerische Schaffen Christof Fischessers wird auf zahlreichen CD und DVD Veröffentlichungen dokumentiert, darunter Beethovens Fidelio unter der Leitung von Claudio Abbado, Massenets Manon unter Daniel Barenboim oder Wagners Lohengrin unter Kent Nagano.

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