Portrait Claudio Bohórquez

Claudio Bohórquez

Violoncello
© P. Adamik
Deutschland und andere Länder

Der in Deutschland geborene Cellist peruanisch-uruguayischer Abstammung zählt zu den gefragtesten Musikern seines Instruments. Sein Sieg beim Concours de Genève im Jahr 1995 im Alter von gerade einmal 19 Jahren markierte den Beginn seiner Karriere als Solist. Eine Auszeichnung beim Internationalen Pablo-Casals-Wettbewerbs der Kronberg Academy führte zu seinem internationalen Durchbruch. Neben seiner intensiven internationalen Konzerttätigkeit unterrichtet Claudio Bohórquez Inzwischen selbst. Von 2011 bis 2016 hatte er eine Professur an der Musikhochschule Stuttgart inne, anschließend wurde er an die Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin berufen, an der er schon seit 2003 immer wieder als Gastprofessor unterrichtete.
Orchesterkonzerte führten ihn zu den renommiertesten Klangkörpern der Welt. Unter anderem trat er mit dem National Symphony Orchestra in Washington und Südamerika auf, spielte mit dem Chicago Symphony Orchestra, dem Los Angeles Philharmonic, dem Philadelphia Orchestra, dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin und dem NDR Elbphilharmonie Orchester. Dass er auch ein Meister der Kammermusik ist, konnte Claudio Bohórquez bei Auftritten u.a. mit dem Komponisten/Klarinettisten Jörg Widmann sowie mit Daishin Kashimoto, Janine Jansen, Amihai Grosz, Lawrence Powell, Alessio Bax, Enrico Pace oder im CelloGipfel zusammen mit seinen Cello-Kollegen Jens Peter Maintz, Christian Poltéra, Wen-Sinn Yang, Nikolaus Trieb und Wolfgang Emanuel Schmidt unter Beweis stellen. Außerdem verband ihn eine langjährige Zusammenarbeit mit dem Komponisten und Dirigenten Krzyzstof Penderecki.

Bei BerlinClassics erschienen Aufnahmen mit Claudio Bohórquez und seinem Duo-Partner Péter Nagy, darunter die Sonaten von Brahms sowie Schumanns berühmte Dichterliebe in der Version für Violoncello und Klavier und ein Piazzolla-Album, auf dem er gemeinsam mit seinem Bruder Oscar Bohórquez und Piazzollas Zeitzeugen und Ensemble-Kollegen Gustavo Beytelmann Werke der argentinischen Tangolegende einspielte. Zuletzt erschien On the Shoulders of Giants gemeinsam mit Christoph Eschenbach am Klavier mit Werken von Franz Schubert, Robert Schumann, Anton Webern und Olivier Messiaen. Weitere Einspielungen sind bei den Labels Pentatone, Alpha Classics und Deutsche Grammophon erschienen.
Neben seinen zahlreichen CD-Einspielungen, Rundfunkaufnahmen und Fernsehauftritten wirkte Claudio Bohórquez als Interpret für den Soundtrack von Paul Englishby zum Film Ten Minutes Older – The Cello mit, der weltweit in Kinos zu sehen war. 

Von 2015 bis 2023 war Claudio Bohórquez künstlerischer Leiter der Schlosskonzerte und Konzerttage Winnenden.
Seit der Saison 2024/25 hat er diese Rolle bei den Deutschordenskonzerten des Musikfestivals Neckarsulm inne. Ebenso ist er seit vielen Jahren festes Mitglied des Scharoun Ensemble Berlin. In der Saison 2026/27 ist er sowohl solistisch als auch kammermusikalisch zu hören, dazu gehören Konzerte in Madrid, Bern, Hamburg, Wien, Freiburg, Catania, Tokyo, Osaka und Bukarest. Claudio Bohórquez spielt ein Violoncello von G. B. Rogeri aus dem Jahre 1687, das ihm von der Landeskreditbank Baden-Württemberg zur Verfügung gestellt wird.



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  • In perfektem Zusammenspiel entwickelten die beiden Künstler (Claudio und Oscar Bohórquez) mit technischer Souveränität und farbiger Tongestaltung einen lebendigen musikalischen Dialog, der von lyrischer Innigkeit bis zu virtuoser Brillanz reichte.
  • „"Rasch und mit Feuer", dieser Schlusssatz aus den Fantasiestücken op. 73 zeigt exemplarisch, wie gut sich die beiden Musiker verstehen – bei einer höchst anspruchsvollen Kammermusik, mit virtuosen Dialogen und lyrisch aufeinander bezogenen Wendungen. Insgesamt gelingt den beiden Musikern eines der klangschönsten Schumann-Alben des Jahres 2019.“
    rbbKultur
    Hans Ackermann, Robert Schumann: "Poetica", in rbbKultur, 31.10.2019
  • „Brahms‘ favorisiertes Instrument war das Cello. Dass man dieser Selbstaussage durchaus Glauben schenken kann, ist auf dieser Einspielung mehr als souverän dokumentiert. Feinfühlig, leidenschaftlich und mit der Brahms-eigenen Ernsthaftigkeit interpretieren Bohórquez und Nagy die so gegensätzlichen Sonaten, bestechen durch ein ausgewogenes Zusammenspiel und arbeiten die vielschichtigen Facetten dieser Repertoire-Meilensteine selbstbewusst heraus. Gleichwohl treffen beide auch den heiteren Charakter der enthaltenen Bearbeitungen ausgewählter Ungarischer Tänze.“
    Concerti
    JB, „Brahms: Cellosonaten e-Moll op. 38 & F-Dur op. 99“, in Concerti, September 2018
  • „Auf wunderbare Weise zelebrierte Claudio Bohórquez weich kunstvoll schattierend die herrlich warmen Cello-Soli und veredelte mit beseeltem Spiel die Musik. Gestalterisch in allen Parametern, technisch markant profilierend begegnete der exzellente Cellist den Variationen, brillierte mit expressiver Kadenz und ließ das romantische Werk in völlig neuem Licht erscheinen – bravo!“
    Der Neue Merker
    Gerhard Hoffmann, „CLAUDIO BOHÒRQUEZ- COLOMBIAN YOUTH PHILHARMONIC- ANDRÈS OROZCO-ESTRADA”, in: Der Neue Merker, 01.07.2017
  • „Bohórquez entlockte seinem Cello gekonnt Töne und Geräusche, die man so oft nicht hören dürfte. Spannender, schlüssiger und auch humoriger kann das kaum gelingen, zumal wenn man mit so viel überbordendem Elan und Temperament ans Werk geht wie Bohórquez. Fazit: hinreißend!“
    General-Anzeiger Bonn
    Guido Krawinkel,„Spiel mit neuen Tönen“, in: General-Anzeiger Bonn, 26.06.2017



Elisabeth Ehlers

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