“Der Virtuose, der nach einer Sehnenentzündung sein Comeback mit Mozart gibt, deutete den Solopart quasi nach innen aus. Er setzte nur sparsam, aber wirkungsvoll artikulierte Akzente und Läufe, verkroch sich zum Teil mit hingehauchtem Pianissimo im Orchester und in die gebannte Stille im Saal hinein, um andernorts mit singendem Ton durch den Raum zu schweben: Der Künstler als Kind, das staunend in jeder Note, in jedem Augenblick Entdeckungen macht und uns daran teilnehmen lässt. Selten hört man Mozart derart lebendig, berührend musiziert [...]”
Urs Mattenberger, “Eröffnungskonzert des Lucerne Festival: Chailly und Lang Lang lassen Staunen und Träumen”, in: Luzerner Zeitung, 18.08.2018

 

“Mr. Lang was his spectacular self, producing controlled thunder in bravura moments, melting lyricism in contrast and everything between.”
James R. Oestreich, “Philadelphia Orchestra Plays Rachmaninoff and Work by a Mahler Proxy”, in: NY Times, 12.05.2016

 

„Die langsamen Sätze aber werden mit einer Kantabilität und einer Anschlagskultur intoniert, die schier den Atem verschlägt. Hier scheint Lang Lang bei aller Verwurzelung in unserer Zeit tief in die Welt Mozarts eingedrungen zu sein, um jenen Ausdruck zu erreichen, wie ihn Zeugen aus der Zeit des Komponisten mit dessen Klavierklang in Verbindung gebracht haben: einen zarten, wie gestochen klingenden, äußerst modulationsfähigen Ton.“
Wolfgang Sandner, „Tonskulpturen aus dem Flügel“, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24.03.2016

 

„Unter den magischen Fingern Lang Langs jedenfalls entfalten [die zwölf Sätze aus Tschaikowskys Jahreszeiten; Anm., S.W.] ihren ganzen Zauber. Mit der Virtuosen-Pranke ist dieser Musik nicht beizukommen, obschon auch sie bisweilen pianistisch gleißt und rauscht und funkelt. Aber der Schwerpunkt liegt doch eher auf der inneren Reflexion, der Lang Lang mit unendlich vielen Schattierungen, Farben, Nuancen nachspürt. Und nun zeigt sich: Er führt nicht nur flinke Finger, sie befähigen ihn auch zu zartester Sensibilität.“
Peter Korfmacher, „Ins Herz der Romantik“, in: E-Paper-Ausgabe der Leipziger Volkszeitung, 17.04.2015, Ergänzung: S.W.

 

„In Bartóks 2. Klavierkonzert hat Lang Lang sein ideales Stück gefunden: Der Solopart ist so verteufelt schwer, dass selbst ihm keine Zeit bleibt für die übliche exaltierte Gestik. Gleichzeitig bereitet es ihm sichtbar Freude, die gezackten Rhythmen richtig schön scharfkantig herauszumeißeln – schließlich arbeiten Hämmer im Inneren jedes Steinways. Lang Langs stupende technische Virtuosität verleiht dem herben Expressionismus Bartóks dabei einen edelmetallischen Schimmer, eine raffinierte Art-déco-Eleganz. Chapeau!“
Frederik Hanssen, „Stürmisch“, in: Der Tagesspiegel, 02.02.2013

 

“Watching Lang Lang mine them [Tchaikovsky's Seasons; Anm., S.W.] for expression without subverting their essential nature was an instructive lesson in interpretation — and an illustration of this artist’s fundamental sensitivity and musicality.”
Anne Midgette, “Lang Lang offers a generous helping of serious music at engaging recital”, in: Wahington Post, 05.11.2012, Ergänzung: S.W.