Christiane Karg

Soprano

„Mit Christiane Karg hat er [Klaus Florian Vogt] eine tief schürfende Pamina an seiner Seite, deren reiches Seelenleben die lyrische Sopranistin mit vielen Farben und Schattierungen deutlich macht. Ihre g-Moll-Arie "Ach, ich fühl’s" wird sogar zum emotionalen Höhepunkt des Abends.“
Georg Rudiger, „Der forcierende Vogelfänger“, in: Badische Zeitung, 10.07.2018

 

"[...] Christiane Karg weiß als eine der besten Liedinterpretinnen aktuell, wie man auf einem einzigen Ton mal eben die Stimmung wechselt. Von gespielter Naivität zum Witz, vom Witz zur Unschuld, aus Unschuld wird Zynismus [...] Ob aus einem Ton ein Kuss oder eine Backpfeife wird, das entscheidet sich erst in letzter Sekunde. Das ist Gestaltungskunst in höchster Vollendung. Ein größeres Vergnügen kann man bei einem Liederabend nicht haben."
Andreas Göbel, „Christiane Karg, Michael Nagy und Gerold Huber“, in: https://www.kulturradio.de/rezensionen/buehne/2018/06/Philharmonie-Karg-Nagy-Huber.html, 12.06.2018

 

"Und unsere Calisto? Die ist mit Christiane Karg nicht nur schön, sondern auch stimmlich wunderbar klar besetzt und bringt uns den Bogen von der liebesscheuen Nymphe zur verwirrt Liebenden und als Sternbild verklärten Frau berührend nahe. Als am Ende der Applaus nicht enden will, galt dies vor allem den elegant-mühelosen Sänger-Schauspielern in dieser schaulustigen, intelligenten Inszenierung."
Adrian Prechtel, „Mehr Barock wagen: Cavallis 'La Calisto'", in: Abendzeitung, 02.04.2018 

 

„Sopranistin Christiane Karg glänzte mit Bravourarien aus Mozarts Opera seria "Mitridate, Re di Ponto" KV 87 und aus der Serenata "Il re pastore" KV 208, sowie mit der beliebten Motette "Exsultate, jubilate" KV 165. Wer eine so glühende bis ins dramatische Innenleben erfasste eindringliche Kunst des Gesangs samt virtuoser Koloraturen beherrscht, der besitzt nicht nur im Sinne Mozarts eine "flotte Gurgel", sondern persönliches Format und darüber hinaus eine reife Deklamation der komponierten Texte, die in jeder Phase wirkungsvoll ausgeleuchtet waren. Ihre Stimme funktionierte auf der gesamten Skala völlig bruchlos und verlor in keiner Lage ihre charakteristisch lebendige und intensive Vortragskunst. Farbe war durch alle Register angesagt. Ihre makellosen Koloraturen wirkten sauber aufgereiht wie eine Perlenkette, jeder Ton stand perfekt unter Kontrolle.“
Fränkische Nachrichten, "Schönstes Hörerlebnis", in: Mannheimer Morgen, https://www.morgenweb.de/mannheimer-morgen_artikel,-kultur-schoenstes-hoererlebnis-_arid,1058894.html, 06.06.2017

 

"Christiane Karg beeindruckte das Publikum erneut: Ihr Timbre glanzvoll, ihre Bühnenpräsenz unglaublich, ihr Gesang in der Tiefe und in den hohen Tönen betörend, manchmal etwas dezent, aber immer anmutend rein und klar."
Johannes Seifert, „Diese Frau singt betörend und zart", in: Augsburger Allgemeine, 28.03.2017 

 

„Das Leben eines Konsonanten ist ja in der Regel eher kurz. Aber es muss ein ziemlich schönes sein – wenn man so genüsslich im Mund geformt und dann in die Welt entlassen wird wie von der Sängerin Christiane Karg. Ihre liebevolle Sorgfalt im Umgang mit dem Text ist eines jener Merkmale, die den Ausnahmerang als Liedinterpretin begründen, ebenso wie ihr edles Timbre und das Gespür für eine stimmige Stückauswahl. […] In ihren feinnervigen Interpretationen nutzte Karg ein Klangspektrum, dessen Nuancenreichtum erst durch eine vorzügliche Technik ermöglicht wird. Denn nur wer seine Stimme perfekt im Griff hat, kann so viele Piano-Abstufungen wagen und gewinnen wie sie: Mit einem leichten Hauchen kostete die Sopranistin im Satz "Es glänzt der Saal" aus Hugo Wolfs "Kennst Du das Land" den Ausdruck des Erstaunens aus, um wenig später das Wort "Nebel" in eine fahle Farbe zu tauchen; bei Brahms unterstrich sie das leichenkalte Klima im Lied "Und kommt er nicht mehr zurück" mit einem bleichen Klang ohne Vibrato.“
Stä, „Christiane Karg – Die perfekte Stimme“, in: Hamburger Abendblatt, 07.08.2015