"Als Liedgestalterin mit Sinn für kluge Zurückhaltung. Überdruck hätte diesen Liedern sofort die Luft zum Atmen genommen.

Gestalterische Nuancen, subtile Textauskostung, ein Faible für das Fragile dieser Miniaturdramen, all das lag Karg bestens. Sie gurrte, litt, flirtete, schmachtete, und blieb dabei sicher in jenem halbplaudernden, beiläufigen Tonfall, der diese charmant verträumten Lieder auf kluge Distanz zur ernüchternden Realität hält."

Joachim Mischke, „Ein delikater Liederabend mit Karg und Quasthoff“, in: Hamburger Abendblatt, 18.06.2019

 

"Mit makelloser Technik und fein differenzierter franzö- sischer Diktion ließ die Sopranistin Christiane Karg das Schwebende der Musik Poulencs mit neckischem Augen- zwinkern aufleben, darunter den Zyklus „Trois poèmes“ oder „Métamorphoses“. Ihr silbrig schimmernder Sopran blieb auch in den „Poèmes de Louise de Vil- morin“, „Fête“ oder in „Le sable du sab- lier“ (Der Sand der Sanduhr) von Claude Arrieu stets erotisch, frech und verführerisch. Dem letzten, dem sechs- teiligen Zyklus „Fiançailles pour rire“ (Verlobung zum Lachen) von Poulenc verlieh sie eine Aura des Entrückten, wobei die fulminante Strahlkraft ihrer Stimme, besonders in „Fleurs“, noch einmal aufblühte."

Maria Herlo, „Emotionen für den Gehörgang“, in: Schwetzinger Zeitung, 11.05.2019

 

„Mit Christiane Karg hat er [Klaus Florian Vogt] eine tief schürfende Pamina an seiner Seite, deren reiches Seelenleben die lyrische Sopranistin mit vielen Farben und Schattierungen deutlich macht. Ihre g-Moll-Arie "Ach, ich fühl’s" wird sogar zum emotionalen Höhepunkt des Abends.“
Georg Rudiger, „Der forcierende Vogelfänger“, in: Badische Zeitung, 10.07.2018

 

"[...] Christiane Karg weiß als eine der besten Liedinterpretinnen aktuell, wie man auf einem einzigen Ton mal eben die Stimmung wechselt. Von gespielter Naivität zum Witz, vom Witz zur Unschuld, aus Unschuld wird Zynismus [...] Ob aus einem Ton ein Kuss oder eine Backpfeife wird, das entscheidet sich erst in letzter Sekunde. Das ist Gestaltungskunst in höchster Vollendung. Ein größeres Vergnügen kann man bei einem Liederabend nicht haben."
Andreas Göbel, „Christiane Karg, Michael Nagy und Gerold Huber“, in: https://www.kulturradio.de/rezensionen/buehne/2018/06/Philharmonie-Karg-Nagy-Huber.html, 12.06.2018

 

"Und unsere Calisto? Die ist mit Christiane Karg nicht nur schön, sondern auch stimmlich wunderbar klar besetzt und bringt uns den Bogen von der liebesscheuen Nymphe zur verwirrt Liebenden und als Sternbild verklärten Frau berührend nahe. Als am Ende der Applaus nicht enden will, galt dies vor allem den elegant-mühelosen Sänger-Schauspielern in dieser schaulustigen, intelligenten Inszenierung."
Adrian Prechtel, „Mehr Barock wagen: Cavallis 'La Calisto'", in: Abendzeitung, 02.04.2018