Pietari Inkinen

Conductor

Dirigent Pietari Inkinen steuerte seine Musiker sicher und mitreißend durch diese gruselige Wassermusik, die teilweise an Filmmusik gemahnte. Es folgte die fünfsätzige siebte Sinfonie von Gustav Mahler, in der dieser eine um Gitarre und Mandoline erweiterte sinfonische Besetzung des Orchesters vorschrieb und zwei Sätze mit „Nachtmusik“ betitelte. Inkinen arbeitete auch hier mit seinem Orchester die Themen und Klangfarben dieses äußerst komplexen Werkes exzellent heraus, das Publikum bedankte sich mit Bravorufen und minutenlangem Applaus.
Josefine Hoffmann: "Bravorufe für eine gruselige Wassermusik", in: Saarbrücker Zeitung, 11.02.2019

 

Inkinen entfesselte die Kräfte des Orchesters und inszenierte dieses „Ende des Weltalls“ (Swjatoslav Richter) in farbigen Details, dynamisch und präzise, eine Zusammenschau dramatischer Opernszenen.
"Der Dirigent erfüllte sich Herzenswünsche", in: Saarbrücker Zeitung, 16.12.2018

 

Conductor Pietari Inkinen, who conducted the Ring Cycle of Opera Australia, is superbly in control here; there's a crispness in the finer moments and a fullness in the more bombastic that beautifully showcases Wagner's range.
Tim Byrne: "Die Meistersinger von Nürnberg", in: Timeout, 15.11.2018

 

Die Radio Philharmonie spielte sehr geschlossen auf, folgte durchweg konzentriert Inkinens vorbildlich klarer, stets gezielter Zeichengebung. Der finnische Maestro profilierte sich, besonders bei den „Vier letzten Liedern“, als ebenso souveräner wie sensibler Regisseur eines authentischen Strauss-Sounds. Dirigent und Orchester schwelgten hingebungsvoll im spätromantischen Klangparadies.
Gabor Halasz: "Sterben in Schönheit", in: Die Rheinpfalz, 10.09.2018

 

Mit klarer Zeichengebung und natürlichem Gespür für das Tempo rubato, das die Musik erst so richtig fließen lässt, dirigiert Inkinen seinen Sibelius. Die NDR Elbphilharmoniker folgen ihm dabei hoch motiviert, mit grundtöniger Erdung der tiefen Streicher und potentem Blech.
Peter Krause: "Schweigt, spielt, schwelgt!", in: Welt, 19.05.2018

Der Dirigent Pietari Inkinen und das klein besetzte Orchester eskortierten Zimmermann federnd und subtil bis in die feinsten Änderungen des Zeitmaßes. […] die Musiker [servierten] nach der Pause die Erste Sinfonie von Jean Sibelius. Inkinen ist Finne wie der Komponist, das mochte eine Rolle spielen bei der Leichtigkeit, mit der er all die Bilder und Episoden zum erweckte. Sie klangen, als könnte man die Textur anfassen, mal aquarellzart und mal in dicker Ölfarbe aufgetragen.
Verena Fischer-Zernin: „Großer Applaus für eine musikalische Seelenreise“, in: Hamburger Abendblatt, 18.05.2018

 

Die Rede ist vom neuen Chefdirigenten Pietari Inkinen, der sich ebenfalls bescheiden, sympathisch im Interview gab und am Pult mit Akribie und Esprit für glanzvolle, detailliert ausgearbeitete Interpretationen einstand. Souverän führte er über die Klippen von Takt- und Tempowechseln hinweg, ließ Soli – vokal und instrumental – ihren Raum und brillant musizieren. ... Großartig!
Reiner Henn, Italienische Verhältnisse, Rheinpfalz, 08.11.2017

 

"Nach der Pause dann Beethovens vierte Sinfonie in B-Dur. Pietari Inkinen dirigiert nun auswendig, mit ebenso deutlicher wie sinnvoll eingesetzter Zeichengebung. Nicht für die Galerie, sondern für sein Orchester. Für die Musik. Das wirkt alles ganz unspektakulär selbstverständlich, immer schlüssig. Inkinen lässt zu, dass sich die Musik entwickelt, dass sie fließt, bremst sie nie durch exzentrische Interpretationszugriffe aus. Wenn man so will: Beethoven beim Wort genommen. Und der hatte ja durchaus etwas zu sagen, weshalb das Publikum in der [...] Fruchthalle zu Recht sehr angetan war vom Debüt des neuen Chefdirigenten."
Frank Pommer: "Ein Finne zum Jubiläum", in: Rheinische Post, 11.09.2017

 

Almost four hours of Wagner’s absorbing music and libretto became realised in near perfection through director Neil Armfield’s sensitive vision, a cast of superlative reach and conductor Pietari Inkinen’s all-encompassing grasp on extracting its soul with the 135-piece Melbourne Ring Orchestra clearly on the same page. The effect was staggering, more so than the production’s 2013 triumph.
Paul Selar, Die Walkure is the second installment in Richard Wagner's epic 16-hour Ring Cycle, Herald Sun, 28.11.2016

 

Schon nach einem Jahr als Chefdirigent ist Pietari Inkinen zum Publikumsliebling avanciert. Der Finne entert die Festspiele und den Besuchern gefällt’s. Nun hat Inkinen seinen Vertrag bis 2019 verlängert, was der weiteren Entwicklung der Festspiele zu einem Ausnahmefestival sehr zuträglich sein wird. Denn fast alle der Konzerte, die Inkinen selbst dirigierte oder konzipierte, waren ausverkauft.
Gabriele Szczegulski, Ein Finne entert die Festspiele, in: Südwest Presse, 22.07.2016

 

The crowd favorite, though, was Inkinen… he knows how to draw a sensuous, surging sound from the orchestra, his balances were superb, and there was an indefinable energy to it all. He has the potential to be one of the great Wagner conductors of this century.
James L. Paulk, Bedeviled Ring Seemed Doomed, Then Curtain Rose, in: Classical Voice North America, 14.12.2013


Wer bei der Aufführung der Bamberger Symphoniker und des Chores der Bamberger unter der Leitung von Pietari Inkinen nicht da war, hat etwas verpasst. Denn man wurde überrascht von der Erkenntnis, dass es immer noch etwas zu entdecken gibt. Denn Inkinen hatte die Partitur offenbar ganz genau studiert und Strukturen in den Stimmführungen gefunden, die vor ihm noch keiner entdeckt hatte … Es war insgesamt höchst erfreulich, mit welchem Zugriff Pietari Inkinen der Pathetisierung des Werkes entgegenwirkte, wie er mit zügigen, zum Teil durchaus fordernden Tempi für das Orchester – und dann natürlich auch den Chor - die Musik erdete und näher an das Publikum heranholte, wie er plastisch und mit großer Spannung den Konflikt von Chaos und Kosmos herausarbeitet und auf den großen Wendepunkt den Einsatz der Sänger, zutrieb.
Thomas Ahnert, Beethovens „Neunte“ als Entdeckungsreise zum neuen Jahr, in: Fränkischer Tag, 02.01.2016