Franz-Josef Selig ist international einer der renommiertesten Sänger der Rollen des seriösen Bass-Fachs wie Gurnemanz, König Marke, Sarastro, Rocco, Osmin, Daland, Fiesco und Fasolt und an allen großen Opernhäusern der Welt (u. a. Bayerische Staatsoper, Wiener Staatsoper, Mailänder Scala, Teatro Real Madrid, die Pariser Opernhäuser bis zur Metropolitan Opera New York) sowie bei renommierten Festivals wie den Bayreuther, Baden Badener und Salzburger Festspielen und dem Festival d‘Aix-en-Provence zu Hause. Dabei waren und sind namhafte Orchester und Dirigenten seine Partner, darunter Christian Thielemann, Sir Simon Rattle, Marek Janowski, Zubin Mehta, Semyon Bychkov, Riccardo Muti, Yannick Nezét-Séguin, Antonio Pappano, Philippe Jordan, Daniel Harding und viele andere.

Der Künstler schloss zunächst an der Staatlichen Hochschule für Musik in Köln das Studium der Kirchenmusik ab, bevor er in die Hochschulklasse Gesang von Claudio Nicolai wechselte. Anfangs gehörte er sechs Jahre als Ensemblemitglied dem Essener Aalto-Theater an. Seither ist Franz-Josef Selig als freischaffender Sänger tätig.

Auch für 2021/22 stehen zahlreiche internationale Opernprojekte auf dem Programm: u.a. Schumanns Szenen aus Goethes Faust an der Hamburgischen Staatsoper unter Kent Nagano, als Daland in Wagners Der fliegende Holländer unter Bertrand de Billy an der Wiener Staatsoper und als Rocco in Beethovens Fidelio in einer Neuinszenierung in Florenz. Am Gran Teatre del Liceu in Barcelona wird er Debussys Pelléas et Mélisande (Arkel) aufführen, in Brüssel eine konzertante Version von Wagners Parsifal unter Alain Altinoglu sowie am Opernhaus Zürich Wagners Tristan und Isolde unter Gianandrea Noseda (Regie: Claus Guth).

Im Konzertbereich wird der Künstler u.a. in Dresden unter Marek Janowski in Beethovens Missa Solemnis singen, in Dresden und Salzburg Bruckners Te deum mit der Sächsischen Staatskapelle unter Christian Thielemann, in Florenz unter Z. Mehta die 9.Beethoven. Zusätzlich zu seinen zahlreichen Konzert- und Opernengagements findet der Sänger Zeit für Liederabende, zuletzt mit Gerold Huber in London, Madrid, Kattowitz und Köln.

Sein neues Liedprogramm mit Gerold Huber wird er in Brüssel am Théâtre Royal de la Monnaie vorstellen.

Zahlreiche CD- und DVD-Produktionen dokumentieren die künstlerische Bandbreite dieses außergewöhnlichen Sängers - von Bachs Matthäus-Passion über Mozarts Zauberflöte (Royal Opera London/Sir Colin Davis), Don Giovanni (Wiener Staatsoper/Riccardo Muti), Le nozze di Figaro (Salzburger Festspiele/Nikolaus Harnoncourt), Die Entführung aus dem Serail (Gran Teatre del Liceu/Ivor Bolton/Christoph Loy) bis L’incoronazione di Poppea (Gran Teatre del Liceu/David Alden/Harry Bicket).

Die Partie des Gurnemanz in Wagners Parsifal nahm er sowohl unter Christian Thielemann (Wiener Staatsoper, erschienen bei Deutsche Grammophon) als auch mit Marek Janowski und dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin (Pentatone) auf. Die DVD der Produktion Der Ring des Nibelungen (DG, Produktion der Metropolitan Opera New York, 2010) mit Franz-Josef Selig als Fasolt erhielt 2013 den Grammy Award als beste Opernaufnahme. Aus dem Jahr 2013 ist inzwischen auch eine DVD Der Fliegende Holländer von den Bayreuther Festspielen erschienen (Thielemann/Gloger). Unter dem Titel Prometheus (AVI) vereinigt er Lieder von Schubert, Wolf und Strauss. Im Juli 2015 wurde von der Deutschen Grammophon eine neue Aufnahme von Mozarts Entführung aus dem Serail unter der Leitung von Yannick Nezét-Séguin (Produktion Sommer 2014 am Festspielhaus Baden-Baden) und gerade erst die Zauberflöte (Produktion Frühjahr 2018 am Festspielhaus Baden-Baden) auf CD veröffentlicht.

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