Anna Lucia Richter entstammt einer großen Musikerfamilie. Als langjähriges Mitglied des Mädchenchores am Kölner Dom erhielt sie seit ihrem neunten Lebensjahr Gesangsunterricht bei ihrer Mutter Regina Dohmen. Im Anschluss wurde sie von Prof. Kurt Widmer in Basel ausgebildet und schloss ihr Gesangstudium mit Auszeichnung bei Frau Prof. Klesie Kelly-Moog an der Musikhochschule Köln ab. Weitere Anregungen erhielt sie von Edda Moser, Christoph Prégardien, Edith Wiens und Margreet Honig, die sie auch weiterhin betreut. Die Künstlerin gewann zahlreiche Preise, darunter der prestigereiche Borletti-Buitoni Trust Award.

Im Bereich der Oper erwarten Anna Lucia Richter in dieser Saison zwei wichtige Produktionen: Im Herbst 2019 gibt sie ihr Debüt an der Staatsoper Hamburg als Zerlina in Mozarts Don Giovanni unter Adam Fischer (Regie: Jan Bosse). Eine neue Rolle ist für sie die Marzelline (Fidelio) unter der Leitung von Manfred Honeck und der Regie von Christoph Waltz im Theater an der Wien, wo sie zuvor schon das Publikum als Elisabeth Zimmer in Henzes Elegie für Junge Liebende begeistert hatte. Ein wichtiges Projekt ist ihr die Eurydice/La Musica in Monteverdis Orfeo in der viel beachteten Produktion von Sasha Waltz, die an der Staatsoper Unter den Linden aus der Taufe gehoben und u.a. in der Amsterdamer Oper aufgeführt wurde.

Großartige Konzertprojekte stehen auch in dieser Spielzeit auf internationalem Parkett an: u.a. die ihr besonders vertraute 4. Symphonie von Gustav Mahler mit dem Danish Symphony Orchestra in Kopenhagen unter Lorenzo Viotti sowie mit dem Orchestre Philharmonique de Strasbourg unter Marko Letonja. Zum NHK Symphony Orchestra kehrt sie nach ihrem Debüt im letzten Jahr zurück, um in Mozarts c-Moll-Messe unter Herbert Blomstedt zu singen. Im gleichen Werk ist sie mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und dem NDR Elbphilharmonie Orchester ebenfalls unter Herbert Blomstedt zu hören. Beim Concertgebouworkest in Amsterdam ist Anna Lucia Richter unter François-Xavier Roth mit Barockarien zu Gast. In London singt sie in Haydns Schöpfung mit Arcangelo und Jonathan Cohen. Die Werke von Johann Sebastian Bach gehören zum Kernrepertoire der Künstlerin: Eine CD mit Liedern aus Schemellis Gesangbuch und dem Notenbüchlein für Anna Magdalena Bach u. a. mit Georg Nigl erschien beim Label alpha.

Darüber hinaus arbeitete Anna Lucia Richter in letzter Zeit häufig mit Teodor Currentzis und MusicAeterna, u. a. in einer konzertanten Aufführung von Mozarts La Clemenza di Tito, mit dem London Symphony Orchestra und Bernard Haitink, Giardino Armonico und Giovanni Antonini, dem Orchestre de Paris und Thomas Hengelbrock sowie dem Budapest Festival Orchestra unter Iván Fischer. Mit diesen Ensembles gastierte sie auch wiederholt bei großen Festivals wie dem Lucerne Festival, bei den BBC Proms in London, beim Schleswig-Holstein Musik Festival oder als ‚Artist in Residence‘ beim Rheingau Musik Festival 2018.

Im Bereich Lied ist Anna Lucia Richter mit einem umfangreichen Repertoire in allen großen Liedzentren zu Gast, z. B. bei der Schubertiade Schwarzenberg, der Schubertiada Vilabertran, dem Rheingau Musik Festival, beim Heidelberger Frühling oder der Wigmore Hall London. Ihr US-Debüt gab sie mit drei Liederabenden in New Yorks Park Avenue Armory, begleitet von Gerold Huber, ein weiteres US-Rezital in der Weill Hall der Carnegie Hall mit ihrem viel beachteten und außergewöhnlichen Liederkreis-Programm gemeinsam mit Michael Gees mit Eichendorff-Vertonungen und Improvisationen. Mit der letzten Saison begann für Anna Lucia Richter zudem eine dreijährige Residenz als "Junge Wilde" am Konzerthaus Dortmund: Den Auftakt gab sie Anfang 2019 mit einem Schubert-Liederabend an der Seite von Gerold Huber. Das Programm „Heimweh“ erschien kurze Zeit später auf CD, gleichzeitig Anna Lucia Richters Debüt-CD bei dem Label Pentatone.

Saison 2019/2020 (Juni 2019) – bitte verwenden Sie keine Biografie älteren Datums! 

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