Der Tscheche Petr Popelka wird mit der Saison 2020/21 Chefdirigent des Norwegischen Rundfunkorchesters Oslo (KORK). Das Orchester trug ihm die Position nach einer gemeinsamen Norwegen-Tournee im September 2019 an. 

Derzeit Conductor Fellow des NDR Elbphilharmonie Orchesters, arbeitet Petr Popelka regelmäßig mit Klangkörpern wie dem Danish National Symphony Orchestra, der Janáček Philharmonie Ostrava und diversen weiteren tschechischen Orchestern zusammen. Operndirigate führten ihn bisher an die Den Norske Opera Oslo, an die Semperoper Dresden mit Peter Eötvös‘ Der goldene Drache sowie an die Ungarische Staatsoper Budapest, wo er in dieser Spielzeit ein Verdi-Requiem und eine Carmen-Serie leitet.

Im April 2020 leitet er ein Kammerkonzert der kapelle 21 (Mitglieder der Sächsischen Staatskapelle Dresden) im Großen Saal der Stiftung Mozarteum im Rahmen der Osterfestspiele Salzburg. Zukünftige Engagements führen ihn unter anderem zurück an die Semperoper, zur Deutschen Radio Philharmonie und zu den Stuttgarter Philharmonikern.

Petr Popelka erhielt seine musikalische Ausbildung in seiner Heimatstadt Prag sowie in Freiburg. 2010 bis 2019 war er stellvertretender Solo-Kontrabassist der Sächsischen Staatskapelle Dresden. Mit Mitgliedern der Staatskapelle gestaltete er außerdem unter dem Label kapelle 21 Porträtkonzerte zu Arvo Pärt, Peter Eötvös und Aribert Reimann in der Dresdner Schlosskapelle sowie im Festspielhaus Hellerau und leitete Konzerte bei den Internationalen Schostakowitsch Tagen Gohrisch, wo er im Juli 2020 die postume Uraufführung einer Beethoven-Bearbeitung von Schostakowitsch dirigieren wird.

2017 gewann Petr Popelka den Neeme-Järvi-Preis der Gstaad Menuhin Festival Academy, nachdem er sich seit 2016 vermehrt dem Dirigieren widmete. Wichtige dirigentische Impulse erhielt er von Vladimir Kiradjiev und bei Meisterkursen von Peter Eötvös, Alan Gilbert, Jaap van Zweden und Johannes Schlaefli.

Petr Popelka ist auch als Komponist tätig und war 2015 „Composer in Residence“ beim PODIUM festival Mödling, wo er die Uraufführung seines Auftragswerks Labyrinth des Herzens leitete. Seine Szenen für Klavierquartett wurden im Gläsernen Saal des Wiener Musikvereins uraufgeführt.