Innerhalb von zwei Spielzeiten und trotz der Pandemie hat sich Petr Popelka als einer der inspirierendsten Dirigenten seiner Generation einen Namen gemacht. Der Tscheche ist seit August 2020 Chefdirigent des Norwegischen Rundfunkorchesters in Oslo und wird mit der Saison 2022/2023 zusätzlich Chefdirigent und Künstlerischer Leiter des Radio-Symphonieorchesters Prag. Außerdem steht er als Erster Gastdirigent regelmäßig am Pult der Janáček Philharmonie Ostrava.

In der Saison 2021/2022 wird Petr Popelka zur Staatskapelle Dresden (ZDF Adventskonzert), NDR Elbphilharmonie Orchester, Danish National Symphony Orchestra, Bergen Philharmonic Orchestra, Prager Rundfunksinfonieorchester, FOK Prager Sinfonieorchester und Aalborg Symphony Orchestra zurückkehren sowie bei der Tschechischen Philharmonie, hr-Sinfonieorchester, Deutschen Radio Philharmonie, Staatskapelle Weimar, Mozarteumorchester Salzburg, Orchestre de Chambre de Lausanne und Sinfonieorchester St. Gallen debütieren. Eine Neuproduktion von Schostakowitschs Die Nase führt ihn an die Semperoper Dresden und eine neue Carmen an das Prager Nationaltheater, wo er auch eine Figaro-Serie dirigieren wird.

In der Saison 2019/2020 war Petr Popelka der erste Conductor Fellow des NDR Elbphilharmonie Orchesters. 2017 gewann er den Neeme-Järvi-Preis der Gstaad Menuhin Festival Academy, nachdem er sich seit 2016 vermehrt dem Dirigieren widmete. Wichtige dirigentische Impulse erhielt er von Vladimir Kiradjiev und Alan Gilbert sowie bei Meisterkursen von Peter Eötvös, Jaap van Zweden und Johannes Schlaefli.

Petr Popelka erhielt seine musikalische Ausbildung in seiner Heimatstadt Prag und in Freiburg. 2010 bis 2019 war er stellvertretender Solo-Kontrabassist der Sächsischen Staatskapelle Dresden. Neben dem Dirigieren nimmt das Komponieren eine wichtige Position in Petr Popelkas künstlerischer Arbeit ein.