Der in Stuttgart geborene Bariton mit ungarischen Wurzeln begann seine musikalische Laufbahn bei den Stuttgarter Hymnus-Chorknaben und studierte Gesang, Liedgestaltung und Dirigieren bei Rudolf Piernay, Irwin Gage und Klaus Arp in Mannheim und Saarbrücken. In Meisterkursen erhielt er wichtige Impulse durch Charles Spencer, Cornelius Reid und Rudolf Piernay, der ihn bis heute gesangstechnisch begleitet.

Wichtige Repertoire-Partien wie Papageno (Die Zauberflöte), Graf (Le nozze di Figaro), Wolfram (Tannhäuser), Valentin (Faust), Jeletzki (Pique Dame), Marcello (La Bohème), Albert (Werther), Frank/Fritz (Die tote Stadt), Dr. Falke (Die Fledermaus) konnte er an den beiden ehemaligen Stammhäusern, der Komischen Oper Berlin und der Oper Frankfurt, ebenso erarbeiten wie die Titelpartie in Brittens Owen Wingrave oder Jason in Reimanns Medea.

An wichtigen Bühnen der Welt entwickelt sich der Künstler fachlich kontinuierlich weiter: von Wolfram in Tannhäuser (Bayreuther Festspiele) über Hans Heiling in H. Marschners gleichnamiger Oper am Theater an der Wien und Stolzius in Zimmermanns Die Soldaten (unter K. Petrenko an der Bayerischen Staatsoper), Kurwenal (Tristan und Isolde) in Baden-Baden und Berlin unter Simon Rattle bis zu Dallapiccolas Il Prigionieroin Hamburg und der Uraufführung von Scartazzinis Oper Edward II in Berlin. Den Saisonauftakt 2020/2021 gibt Michael Nagy an der Bayerischen Staatsoper als Papageno in Mozarts Zauberflöte unter Jordan de Souza. Es folgen eine Neuproduktion von Walter Braunfels Oper Die Vögel (Partie: Ratefreund) in der Regie von Frank Castorf unter Ingo Metzmacher sowie Aufführungen von J.Strauß Die Fledermaus (Dr. Falke). Am Théatre du Capitole in Toulouse singt er die Partie des Conte in Mozarts Le nozze di Figaro und am Grand Théatre de Genève sein Rollendebut als Alfredo Germont in Verdis La Traviata.

Auch im Konzert- und Oratorienfach ist Michael Nagy weltweit gefragt. Engagements führten ihn zu den international renommiertesten Orchestern wie den Berliner Philharmonikern, dem Concertgebouworkest, BR- Symphonieorchester, Chicago Symphony Orchestra, NHK Symphony Orchestra Tokyo, Orchestre de Paris, Gewandhausorchester Leipzig, Konzerthausorchester Berlin, New Japan Philharmonic Orchestra, Sydney Symphony Orchestra und zu diversen Festivals, u.a. in Schleswig-Holstein und im Rheingau, zu den Salzburger Festspielen und zum Tanglewood Festival (USA), nach Grafenegg und San Sebastian. Eine Tournee mit Brahms ‚Ein Deutsches Requiem‘ unter Thomas Hengelbrock geht nach Hamburg, Bremen, Freiburg, Madrid, Barcelona, Dortmund, Brüssel und Paris. In Kopenhagen singt Michael Nagy unter Adam Fischer Haydns Schöpfung und in Frankfurt den Faust in Robert Schumanns Szenen aus Goethes Faust. Die in Dresden geplante Uraufführung von Salvatore Sciarrinos Werk ‚Piogge diverse‘ muss vorerst leider verschoben werden.

Liederabende und Kammermusik sind Michael Nagy ein besonderes Anliegen: auch bzw. gerade in Corona-Zeiten war er damit zu hören: auf der Bühne der Bayerischen Staatsoper erst mit Liedern von Wolf und Strauss sowie in einem zweiten Projekt mit den Jedermann-Monologen von Frank Martin. Im BR trat er mit Liedern von F. Schubert auf. Zusammen mit Gerold Huber geht es im Mai 2021 u.a. erneut zu einem Liederabend in Londons Wigmore Hall.

Weitere Informationen finden Sie auf der persönlichen Webseite des Künstlers www.michaelnagy.net

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