Der in Stuttgart geborene Bariton mit ungarischen Wurzeln begann seine musikalische Laufbahn bei den Stuttgarter Hymnus-Chorknaben und studierte Gesang, Liedgestaltung und Dirigieren bei Rudolf Piernay, Irwin Gage und Klaus Arp in Mannheim und Saarbrücken. In Meisterkursen erhielt er wichtige Impulse durch Charles Spencer, Cornelius Reid und Rudolf Piernay, der ihn bis heute gesangstechnisch begleitet.

Wichtige Repertoire-Partien wie Papageno (Die Zauberflöte), Graf (Le nozze di Figaro), Wolfram (Tannhäuser), Valentin (Faust), Jeletzki (Pique Dame), Marcello (La Bohème), Albert (Werther), Frank/Fritz (Die tote Stadt), Dr. Falke (Die Fledermaus) konnte er an den beiden ehemaligen Stammhäusern, der Komischen Oper Berlin und der Oper Frankfurt, ebenso erarbeiten wie die Titelpartie in Brittens Owen Wingrave oder Jason in Reimanns Medea. Diesen beiden Häusern bleibt er weiterhin verbunden: Frankfurt zuletzt als Spielmann (Humperdinck: Die Königskinder) und bald als Förster in Janáčeks Das schlaue Füchslein, Berlin zuletzt als Graf Tamare (Schreker: Die Gezeichneten).

An wichtigen Bühnen der Welt entwickelt sich der Künstler fachlich kontinuierlich weiter: von Wolfram im Tannhäuser (Bayreuther Festspiele) über Hans Heiling in H. Marschner gleichnamiger Oper am Theater an der Wien und Stolzius in Zimmermanns Die Soldaten (unter K. Petrenko an der Bayerischen Staatsoper), Kurwenal (Tristan und Isolde) in Baden-Baden und Berlin unter Simon Rattle bis zu Dallapiccolas Il Prigioniero in Hamburg und der Uraufführung von Scartazzinis Oper Edward II in Berlin.

Die vergangene Saison brachte zwei wichtige Rollendebuts: Don Alfonso (Cosí fan tutte) am Opernhaus Zürich und Amfortas (Parsifal) an der Bayerischen Staatsoper unter Kirill Petrenko - an beide Häuser kehrt der Künstler 2019/20 in drei Wiederaufnahmen zurück.

Auch im Konzert- und Oratorienfach ist Michael Nagy weltweit gefragt. Engagements führten ihn zu den international renommiertesten Orchestern wie den Berliner Philharmonikern, dem Concertgebouworkest, BR- Symphonieorchester, Chicago Symphony Orchestra, NHK Symphony Orchestra Tokyo, Orchestre de Paris, Gewandhausorchester Leipzig, Konzerthausorchester Berlin, New Japan Philharmonic Orchestra, Sydney Symphony Orchestra und zu diversen Festivals, u.a. in Schleswig-Holstein und im Rheingau, zu den Salzburger Festspielen und zum Tanglewood Festival (USA), nach Grafenegg und San Sebastian.

Michael Nagy ist neugierig im besten Sinne des Wortes – auch die nächste Spielzeit bietet neben klassischem Repertoire Entdeckungen: so eröffnet er mit Mahlers 8. Symphonie unter Christoph Eschenbach die Saison am Konzerthaus Berlin und mit Dvořáks Te Deum die Amtszeit des neuen Chefdirigenten des WDR Köln, Cristian Macelaru. Beim Danish Radio Symphony Orchestra in Kopenhagen unter G. Noseda gastiert er mit einem konzertanten Il Prigioniero von Luigi Dallapiccola, beim Hessischen Rundfunk in Frankfurt mit Brahms‘ Ein deutsches Requiem unter David Zinman, beim NDR Elbphilharmonie-Orchester in Hamburg unter Marek Janowski mit F. Martins Jedermann-Monologen, bei Brussels Philharmonic unter Stéphane Denève mit Brahms/Glanert Vier Ernste Gesänge, beim Helsingborgs Symfoniorkester unter Stefan Solyom mit orchestrierten Liedern von Gounod, Mahler, Bizet und Schubert, beim Musikfest Stuttgart unter H. C. Rademann mit Bruchs Lied von der Glocke, im Eröffnungskonzert des Schleswig Holstein Musik Festivals 2020 mit Nielsens 3. Symphonie unter A. Gilbert, mit The Orchestra Now! in den USA führt er Lebendig begraben von Othmar Schoeck (mit CD-Produktion) unter der Leitung von L. Botstein in der Carnegie Hall New York und am Bard College auf.

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