Der aus Hall in Tirol stammende Tenor erhielt seine Ausbildung bei Brigitte Fassbaender. Erste Bühnenerfahrung konnte er bereits im Alter von 10 Jahren als Erster Knabe in Mozarts Zauberflöte unter Sir John Eliot Gardiner sammeln. 2007 wurde er erst 23-jährig mit der Eberhard-Wächter-Medaille der Wiener Staatsoper ausgezeichnet. 

Zuerst war Martin Mitterrutzner Mitglied des Ensembles am Tiroler Landestheater, bevor er in der Spielzeit 2011/2012 in das Ensemble der Oper Frankfurt wechselte, wo er u.a. als Andres in Wozzeck, als Giannetto in La gazza ladra, als, Iopas in Les Troyens, als Belmonte in Die Entführung aus dem Serail und als Fenton in Falstaff in einer Neuproduktion von Keith Warner zu erleben war sowie 2014 sein Rollendebüt als Don Ottavio in einer Neuinszenierung des Don Giovanni von Christof Loy gab. Vor kurzem war er außerdem in Frankfurt als Camille de Rosillon in einer Neuproduktion von Claus Guth in der Lustigen Witwe sowie als Grimoaldo in Händels Rodelinda, ebenfalls in einer Regie von Claus Guth, zu erleben. 

Die Spielzeit 2020/21 beendete Martin Mitterrutzner an der Bayerischen Staatsoper als Arbace in Mozarts Idomeneo. Leider fielen zuvor zahlreiche Engagements der COVID-19 Pandemie zum Opfer, darunter sein Debüt als Tamino an der Bayerischen Staatsoper, seine Rückkehr an die Semperoper Dresden oder Konzerte mit dem Gewandhausorchester Leipzig. 

Die Saison 2021/22 hingegen beginnt für Martin Mitterrutzner an der Semperoper in Dresden, wo er als Belmonte, Tamino und Don Ramiro (La Cenerentola) zu erleben sein wird. Außerdem kehrt er als Iopas an die Bayerische Staatsoper sowie als Tamino an die Wiener Volksoper zurück. Darüber hinaus interpretiert er das Mozart Requiem in Tokio und Porto, singt einen Liederabend an der Wigmore Hall in London oder ein Mozart und Rossini Programm im Palau de la Musica in Valencia. 

Gastengagements führten ihn bisher bereits als Narraboth in Strauss´ Salome an das Theater an der Wien, zum Festival Aix-en-Provence, an das Opernhaus in Zürich und zu den Salzburger Festspielen, wo er 2012 als Brighella in Strauss’ Ariadne auf Naxos unter Daniel Harding debütierte und wohin er im Sommer 2013 als Ferrando in Sven Eric Bechtolfs Neuproduktion von Così fan tutte zurückkehrte. 

Als Konzertsolist verfügt Martin Mitterrutzner über ein breit gefächertes Repertoire von Bach und Händel bis hin zu Werken von Benjamin Britten und Sven David Sandström und trat bereits mit dem Münchner Rundfunkorchester unter Jun Märkl, bei der Internationalen Bachakademie mit Helmuth Rilling, bei den Bamberger Symphonikern unter Jakub Hrůša, dem Chor und Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks sowie dem Hessischen Staatsorchester unter Marc Piollet, dem Montreal Symphony Orchestra unter Kent Nagano, dem Concentus Musicus sowie dem Cleveland Orchestra unter Franz Welser-Möst auf. 

Als Liedsänger arbeitet er seit 2014 regelmäßig mit dem Pianisten Gerold Huber, mit dem er bisher mit Liederabenden an der Frankfurter Oper, in der Kölner Philharmonie, beim Heidelberger Frühling oder regelmäßig in der Londoner Wigmore Hall und bei der Schubertiade Schwarzenberg zu hören war. 

Überdies zeugen mehrere CD Einspielungen und DVD Produktionen von Martin Mitterrutzners regem künstlerischen Schaffen. 2015 erschien beispielweise bei Decca die preisgekrönte Neueinspielung von Vincis Oper Catone in Utica unter der Leitung von Riccardo Minasi. 

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