Der finnische Dirigent Pietari Inkinen ist seit September 2017 Chefdirigent der Deutschen Radio Philharmonie. Er ist außerdem Chefdirigent des Japan Philharmonic Orchestra und der Prager Symphoniker. Bis Sommer 2019 war er zudem Chefdirigent des Orchesters der Ludwigsburger Schlossfestspiele.

Zu Höhepunkten der letzten und kommenden Spielzeiten zählen Debüts beim Pittsburgh Symphony Orchestra, Royal Concertgebouw Orchestra, Gürzenich-Orchester, NDR Elbphilharmonie Orchester, SWR Symphonieorchester und Budapest Festival Orchester. Als Gast stand er am Pult vieler namhafter Orchester, darunter die Staatskapelle Berlin, das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, das Gewandhausorchester Leipzig, die Accademia Nazionale di Santa Cecilia, Orchestre Philharmonique de Radio France, Los Angeles Philharmonic Orchestra, Israel Philharmonic Orchestra oder Helsinki Philharmonic.

Die Musik Richard Wagners nimmt eine zentrale Stellung in Pietari Inkinens Arbeit ein, weshalb er eingeladen wurde, die künftige Neuproduktion des Ring des Nibelungen bei den Bayreuther Festspielen (Regie: Valentin Schwarz) zu leiten. Zuvor leitete er die Tetralogie mit großem Erfolg an der Opera Australia in Melbourne und wurde hierfür 2014 mit dem Helpmann Award und 2016 mit dem Green Room Award als bester Operndirigent ausgezeichnet. Mit Wagners Die Meistersinger von Nürnberg in der Inszenierung von Kasper Holten kehrte er 2018 zur Opera Australia zurück. Am Teatro Massimo in Palermo übernahm er zuvor Wagners Rheingold und die Walküre unter der Regie von Graham Vick. Für das Rheingold erhielt er von der italienischen Nationalen Gesellschaft der Musikkritiker den Franco Abbiati Preis in der Kategorie „Beste Aufführung“. Außerdem brachte er verschiedene Wagner-Opern konzertant zur Aufführung. Seinen ersten Tristan wird er 2020 an der Queensland Opera in Brisbane leiten mit Simon O’Neill in der Titelrolle. Mit ihm hatte er bereits 2010 für EMI eine viel gelobte Wagner-Einspielung gemeinsam mit dem New Zealand Symphony Orchestra aufgenommen.

Im August 2019 erscheint das erste Album, das er als Chefdirigent der Deutschen Radio Philharmonie vorlegen wird, darauf Auszüge von Wagners Siegfried mit den erfahrenen Wagner-Solisten Lise Lindstrom (Brünnhilde) und Stefan Vinke (Siegfried). Mit beiden arbeitete Inkinen bereits bei früheren Wagner-Produktionen zusammen. Mit der Deutschen Radio Philharmonie komplettiert Pietari Inkinen in der kommenden Spielzeit neben der intensiven Konzerttätigkeit für das Label SWR Music den Zyklus der Dvořák-Sinfonien und arbeitet an der Gesamteinspielung aller Sinfonien von Sergej Prokofjew, die ebenfalls bei dem Label SWR Music veröffentlicht werden.

Das Œuvre von Jean Sibelius mit besonderem Blick für Repertoire-Raritäten und die Fortschreibung finnischer Musiktradition durch Kaija Saariaho, Esa-Pekka Salonen und Magnus Lindberg bilden einen weiteren Schwerpunkt seiner Arbeit mit der Deutschen Radio Philharmonie. 

Bereits während seiner Zeit als Music Director des New Zealand Symphony Orchestra dirigierte Pietari Inkinen die Einspielung aller Symphonien von Sibelius für das Label Naxos ebenso wie Rautavaaras Manhattan Trilogy.

Im Bereich der Oper dirigierte Pietari Inkinen außerdem an der Finnischen Nationaloper, am Théâtre de la Monnaie, an der Staatsoper Unter den Linden und an der Bayerischen Staatsoper. An der Dresdner Semperoper stand er am Pult der erfolgreichen Neuproduktion von Eugen Onegin.

Nicht nur als Dirigent, sondern auch als Geiger ist Pietari Inkinen erfolgreich. Er studierte bei Zakhar Bron an der Kölner Musikhochschule, bevor er seine Ausbildung als Dirigent an der Sibelius-Akademie in Helsinki fortsetzte.

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