„Zu einem Kraftzentrum der Aufführung aber wurde vor allem Patrick Grahls tief Anteil nehmende Gestaltung des Evangelisten – nicht in jener unmittelbar mitgehenden und miterschütterten Art, wie das vorzeiten Peter Schreier gestaltete, sondern zurückgenommen ins innere Erleben eines hellwachen, gleichermaßen Grausamkeiten wie Hoffnungszeichen bezeugenden Beobachters.“ Gerald Felber, „Richtige Musik an richtigen Orten“, in: https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buehne-und-konzert/die-bach-akademie-stuttgart-pilgert-durch-thueringen-16389517-p2.html, 19.09.2019

Der  in Leipzig geborene  Patrick Grahl war zunächst Mitglied des Thomanerchores unter Georg Christoph Biller, anschließend erhielt er seine Gesangsausbildung an der Musikhochschule Leipzig „Felix Mendelssohn Bartholdy“ bei Berthold Schmid und schloss dort sein Studium mit dem Meisterklassenexamen (mit Auszeichnung) ab. Meisterkurse bei Peter Schreier, Gotthold Schwarz, Gerd Türk, KS Ileana Cotrubas und Prof. Karl-Peter Kammerlander gaben ihm wichtige Impulse für seine künstlerische Entwicklung.

Noch während seines Studiums konnte er sich Partien wie den Alfred (Strauß:  Die Fledermaus), Tamino (Mozart:  Die Zauberflöte) und Albert (Britten:  Albert Herring) erarbeiten und zur Aufführung bringen. Zudem war er als Junger Diener in Richard Strauss`  Elektra, in Richard Wagners  Tristan und Isolde  als Hirte/ Stimme eines jungen Seemanns an der Opéra National de Lyon und als Don Ottavio (Mozart:  Don Giovanni) am Teatro La Fenice in Venedig zu erleben.2016 gewann der Tenor den 1. Preis beim XX. Internationalen Johann-Sebastian-Bach-Wettbewerb in Leipzig. 

Seitdem ist erein viel gefragter Oratorien- und Konzertsänger und gastiert u.a. mit Klangköpern wie dem Gewandhausorchester Leipzig, der Dresdner Philharmonie, der NDR Radiophilharmonie, dem Gürzenichorchester Köln sowie der AccademiaNazionale di Santa Cecilia, dem Orchestra SinfonicaNazionale della RAI di Torino und dem London Symphony Orchestra unter der Leitung von Dirigenten wie Sir John Eliot Gardiner, Daniele Gatti, Hartmut Haenchen, Ludwig Güttler, Ton Koopman, Andrew Manze, Leopold Hager, Omer Meir Wellber, Stefano Montanari und Hans-Christoph Rademann. Nach wie vor ist er auch dem Thomanerchor und dem Dresdner Kreuzchor eng verbunden.

Im Kalender gibt es interessante Projekte:  Jaquino  in Beethoven´sFidelio beim Richard-Strauss-Festival unter der Leitung von Alexander Liebreich; in Stuttgart und Leipzig die  Matthäus-Passion  (Bach) unter Hans-Christoph Rademann;  in Saintes, Gent und Brüsseldie  Missa Solemnis  (Beethoven) unter Philippe Herreweghe; bei der Schubertiade in Schwarzenberg  ein Schubert’scher Quartettabend gemeinsam mit AndèSchuen, Jan Petryka und David Steffens, begleitet von Daniel Heide; mit dem Chorwerk Ruhr Mendelsshohn´s Eliasin Wuppertal, Dortmund, Essen, Duisburg, Bochum und Gladbeck; eine Tournee mit der Internationalen Bachakademie unterHans- Christoph Rademanndurch die USA/Canada, u.a. nach Los Angeles, Princeton, Irvine, West Palm Beach und Montreal (Matthäus-Passion); in Zürich Mendelssohns´   Lobgesang mit dem Tonhalle Orchester Zürich unter Paavo Järvi;  Händels ‚Messias‘  auf einer Tournee durch Turnhout, Brüssel, Leuven und Oostende mit dem Belgian National Orchestra unter Ian Page; in Paris  Kurt Weill´s  Berliner Requiem  mit dem Ensemble Intercontemporain, in Pittsburgh mit dem Pittsburgh Symphonie Orchestra unter  und  in Rotterdam mit dem Rotterdam Philharmonisch Orchestraunter Manfred Honeck  Mozarts Requiem.

Neben seinen zahlreichen Engagements auf der Konzert- und Opernbühne legt Patrick Grahl großen Wert auf kammermusikalische Projekte und Liederabende. Dabei arbeitet er u.a. mit Pianisten wie Daniel Heide und Klara Hornig zusammen.

Bis 2013 war Patrick Grahl Stipendiat der Friedrich-Ebert-Stiftung, Bonn. 2014 gewann er mit dem Ensemble Barockwerk Ost den 1. Preis des Förderpreises Alte Musik des Saarländischen Rundfunks und der Akademie für Alte Musik im Saarland. Bis 2018 war er zudem Mitglied des Männerquartetts ThiosOmilos. 

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