Als Gewinnerin des Menuhin Wettbewerbs 2021 und im September 2019 von Musical America zum „Artist of the Month“ gekürt, gehört María Dueñas zu den aufstrebenden Geigerinnen ihrer Generation. Anlässlich ihres Debüts mit dem San Francisco Symphony Orchestra unter der Leitung von Marek Janowski in der Saison 2019/2020 hob Daily California Dueñas‘ technische Fertigkeiten und musikalische Sensibilität hervor, die „das Publikum von der ersten Note an in ihren Bann ziehen“.

Erste öffentliche Erfolge feierte Dueñas als 1. Preisträgerin des Zhuhai Mozart International Competition (China, 2017) und des Vladimir Spivakov International Competition (Russland, 2018), mit daraus hervorgegangenen Engagements unter der Leitung von Vladimir Spivakov. Weitere Wettbewerbserfolge waren der Sieg beim Getting to Carnegie Wettbewerb (2021), der 1. Preis in der Senior-Altersgruppe des Yankelevitch Wettbewerbs (Russland, 2018), Grand Prix und Sonderpreis für die beste Interpretation einer Solo-Sonate beim G.P.Telemann Wettbewerb (Polen, 2017), 1. Preis im Luigi Zanuccoli International Violin Competition (Italien, 2017) sowie der Prinz-von-Hessen-Preis der Kronberg Academy 2017 als junge Geigerin mit dem größten Entwicklungspotential. Der spanische Rundfunk (RNE) verlieh ihr den Preis „Ojo Crítico 2020“ und bezeichnete sie dabei als „Spanische Botschafterin der klassischen Musik in der internationalen Szene“.

In der Klasse des anerkannten Pädagogen Prof. Boris Kuschnir studiert Dueñas seit 2016 an der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien sowie an der Kunstuniversität Graz. Die Deutsche Stiftung Musikleben zeichnete María Dueñas als Preisträgerin des Wettbewerbs des Deutschen Musikinstrumentenfonds aus und stellt ihr seither eine Violine von Nicolaus Gagliano, Neapel 17?4, aus dem Besitz der Bundesrepublik Deutschland leihweise zur Verfügung.

Geboren in Granada, Spanien, im Dezember 2002, begann Dueñas ihre musikalische Ausbildung im Alter von fünf Jahren und zog nach der Auszeichnung beim Juventudes Musicales Competition und mit Unterstützung durch das Wardwell-Stipendium der Humboldt Stiftung, des AIE sowie des Farben-Fachgeschäfts Kolmer nach Deutschland, wo sie an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber in Dresden studierte.

Trotz ihres jungen Alters konzertierte Dueñas bereits in einigen der großen Konzerthäuser Europas; mit 15 Jahren debütierte sie im Goldenen Saal des Wiener Musikvereins mit dem Bruno Walter Symphonieorchester. Vladimir Spivakov lud sie ein, in der Tchaikovsky Concert Hall in Moskau mit dem National Philharmonic Orchestra of Russia aufzutreten. Darauffolgende Konzerte spielte sie bisher u.a. mit den St. Petersburger Philharmonikern unter Vassily Sinaiski, den Moscow Virtuosi, dem Orquesta Sinfónica de Galicia unter Juanjo Mena, dem Orquesta Nacional de España unter Jaime Martín, dem Orquesta Sinfónica del Principado de Asturias unter Ari Rasilainen, dem Lahti Symphony Orchestra unter Dima Slobodeniouk, dem Estonian National Orchestra unter Mihhail Gerts, dem Orchester des RTVE unter Josep Caballé Domenech und dem Orchestre Philharmonique du Luxembourg unter Gustavo Gimeno. Ihr Debüt in der Elbphilharmonie dokumentierte die Deutsche Stiftung Musikleben auf der CD So klingt die Zukunft.

María Dueñas ist regelmäßig bei den großen Festivals in Europa zu erleben: beim internationalen Festival Arts Square in St. Petersburg, beim Rheingau Musik Festival, den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, auf Schloss Elmau im Duo mit Itamar Golan sowie beim Colmar International Festival im Rahmen einer Hommage an Claudio Abbado. 2017 von der Verbier Festival Academy zum student-in-residence auserkoren, kehrte sie zwei Jahre später für ihr Rezital-Debüt mit Ken Noda zurück und wurde von der Presse als „Wunderkind, das das Publikum mit Virtuosität und Ausdruck verzaubere“ (Le Figaro), gefeiert.

Über das Geigenspiel hinaus widmet sich María Dueñas mit großer Leidenschaft der Kammermusik und der Komposition. Zuletzt wurde sie beim Jugend-Kompositionswettbewerb „Von fremden Ländern und Menschen“ für ihr Werk Farewell ausgezeichnet. Auch als Mitglied und Begründerin des Hamamelis Quartetts wurde sie mehrmals geehrt, so im Rahmen einer Kooperation mit Jeunesses Musicales Wien, und mit dem 1. Preis beim Fidelio Kammermusikwettbewerb (Wien, 2017). Jordi Cervelló (*1935 in Barcelona) widmete ihr mehrere Solo-Werke, die María Dueñas eigens in Barcelona zur Uraufführung brachte, zuletzt sein Stück Milstein Caprice.

Zu den Höhepunkten der aktuellen Saison zählen ihre Debüts mit dem Pittsburgh Symphony Orchestra, den Göteborger Symphonikern sowie dem NDR Elbphilharmonie Orchester – alle unter der Leitung von Manfred Honeck –, des Weiteren mit der Deutschen Radio Philharmonie, der Dresdner Philharmonie unter Marek Janowski, dem Luzerner Sinfonieorchester unter Michael Sanderling und eine Wiedereinladung des St. Petersburg Symphony Orchestra unter Vassily Sinaisky. Im Sommer 2021 wird sie beim Rheingau Musik Festival ein Rezital geben und im Abschlusskonzert auftreten sowie mit dem Schleswig-Holstein Festival Orchestra beim gleichnamigen Festival konzertieren.

María Dueñas spielt auf Instrumenten von Nicolò Gagliano von 17?4 und Guarneri del Gesù „Muntz“ von 1736. Beide Violinen sind Leihgaben der Deutschen Stifung Musikleben bzw. der Nippon Music Foundation.