Wenige Künstler ihrer Generation sind auf so vielen Gebieten mit verschiedenstem Repertoire so erfolgreich wie die Sopranistin Juliane Banse. Ihr Opernrepertoire reicht von der Feldmarschallin, Figaro-Gräfin, Fiordiligi, Donna Elvira, Vitellia über Genoveva, Leonore, Tatjana, Arabella bis hin zur Grete (Schrekers Der ferne Klang). Ihren künstlerischen Durchbruch erlangte sie bereits 20-jährig als Pamina an der Komischen Oper Berlin in einer Produktion von Harry Kupfer. Unvergessen ist auch ihr Auftritt als Schneewittchen bei der Uraufführung der gleichnamigen Oper von Heinz Holliger, mit dem sie eine enge Zusammenarbeit verbindet, an der Oper Zürich.

Die in Süddeutschland geborene und in Zürich aufgewachsene Sopranistin nahm zunächst Unterricht bei Paul Steiner, später bei Ruth Rohner am Opernhaus Zürich und vervollständigte dann ihre Studien bei Brigitte Fassbaender und Daphne Evangelatos in München. Seit dem Wintersemester 2016/2017 hat sie selbst eine Gesangsprofessur an der Robert Schumann Hochschule Düsseldorf inne. Zum Wintersemester 20/21 wird sie ans Mozarteum in Salzburg wechseln. Außerdem gibt sie Meisterkurse im In- und Ausland. 

Im Konzertbereich ist die Künstlerin mit einem weit gefächerten Repertoire gefragt, welches sie mit namhaften Dirigenten und Dirigentinnen zusammengeführt hat, u. a. mit Lorin Maazel, Riccardo Chailly, Bernard Haitink, Franz Welser-Möst, Marin Alsop, Zubin Mehta und Manfred Honeck. Auch 20/21 wird abwechslungsreich: u.a. gastiert Juliane Banse gemeinsam mit dem Contrechamps Ensemble unter der Leitung von Heinz Holliger mit Puneigae in Genf, unter der Leitung von Marko Letoja in der Bremer Glocke (Zemlinsky, Lyrische Sinfonie) und in Toblach (Strauß, Vier letzte Lieder).

Liederabende und Kammermusik sind seit jeher fester Bestandteil des Kalenders. So wird Juliane Banse mit Liederabenden u.a. in Londons Wigmore Hall sowie bei der Schubertiade in Vilabertraán und in Madrid im Teatro de la Zarzuela zu hören sein. Begleitet vom Tschechischen Nonett stehen Konzerte mit Wagners Wesendonck-Liedern in Bayreuth, Fribourg/CH, Emden und Passau an. Auch in der Spielzeit 2020/2021 führt Juliane Banse Schubert´s Winterreise zusammen mit dem Pianisten Alexander Krichel und dem Tänzer István Simon unter der Regie von Andreas Heise in getanzter/gesungener Form u.a. in Stuttgart und Duisburg auf. Gastspiele in China und Australien sind geplant wie auch ihr Mitwirken beim ‚Intonation‘-Kammermusikfestival vonGirgor Elena Bashkirova in Berlin. 

Im Opernbereich stand Juliane Banse in Köln in der Wiederaufnahme von Walter Braunfels‘ Jeanne d’Arc in der Titelpartie und in Zürich in der Uraufführung der Oper Lunea von Heinz Holliger auf der Bühne. Außerdem sang sie in Strauss‘ Rosenkavalier erstmals die Marschallin, seit Jahren eine Wunschpartie der Künstlerin. Die Hauptrollen im Monodrama THE TELL-TALE HEART des niederländischen Komponisten Willem Jeths im Concertgebouw, in Girgory Frids Tagebuch der Anne Frank am Theater an der Wien, in Poulencs Mono-Oper Voix humaine an der Staatsoper in Berlin sowie der Oper Köln und Elsa von Brabant in Wagners Lohengrin in Nantes und Anger sind erwähnenswerte Engagements. In den USA war sie zuletzt als Rosalinde (Fledermaus) in Chicago und in Strauss‘ Arabella (Zdenka) an der MET in New York zu erleben. Manfred Trojahn schrieb die Opernfassung des Werks ‚4 Women from Shakespeare‘ Juliane Banse auf die Stimme.  

Zahlreiche CD-Einspielungen der Künstlerin sind preisgekrönt, gleich zwei erhielten den Echo Klassik: Braunfels‘ Jeanne D’Arc mit dem Swedish Radio Symphony Orchestra unter Manfred Honeck (Welt-Ersteinspielung des Jahres) und Mahlers 8. Sinfonie mit dem Tonhalle Orchester Zürich unter David Zinman. Im Februar 2017 erschien ihre von den Medien viel gelobte CD Unanswered Love mit teils erstmals eingespielten und ihr gewidmeten Werken von Reimann, Rihm und Henze, die sie mit der Deutschen Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern und Christoph Poppen herausgebracht hat. Mit dem Münchner Rundfunkorchester spielte sie die CD Im Arm der Liebe mit Werken von Braunfels, Korngold, Marx und Pfitzner ein. Hindemiths Marienleben ist ein Werk, das die Künstlerin besonders gern singt und das sie zusammen mit Martin Helmchen auf CD eingespielt hat. Von den Orchesterprojekten der vergangenen Saison: Heinz Holligers Puneigae und G.Kurtáks Messages of the late R.V. Troussova in Frankfurt wie auch Henzes Nachtstücke und Arien in Wien sind Veröffentlichungen auf CD geplant. 

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