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Mezzo/Alt
Cornelia Kallisch
Die in Marbach am Neckar geborene Mezzosopranistin Cornelia Kallisch begann ihre musikalische Laufbahn als Instrumentalistin mit Violine und Klavier. Nach einem abgeschlossenen Schulmusikstudium wandte sie sich dann ganz dem Gesang zu. Sie studierte u. a. bei Josef Metternich und schloss ihre Ausbildung am Opernstudio der Bayerischen Staatsoper ab. Die Grundlagen der musikalischen Gestaltung erarbeitete sie mit Siglind Bruhn, von großem Einfluss auf ihre stimmliche Entwicklung war Anna Reynolds. Seit langem ist sie selbst eine gefragte Lehrerin und hält Meisterklassen ab.
Zu Beginn ihrer Karriere hat sich Cornelia Kallisch zunächst intensiv und ausführlich mit dem Oratorienwerk von Bach, Händel und Mozart sowie dem Liedgesang befasst. CD-Aufnahmen, wie die mit dem Pianisten Gabriel Dobner bei Dabringhaus und Grimm erschienenen Einspielungen der Lieder von Dvorák, Mahler und Liszt bzw. von Brahms dokumentieren diese Arbeit. Seit ihrem Festengagement an der Züricher Oper, an der sie anfangs alle Hosenrollen von Mozart bis Strauss gesungen hat, konzentrierte sie sich verstärkt auf das Opernrepertoire und sang vorzugsweise dramatischere Partien wie Wagners Brangäne, Kundry, Fricka, Waltraute sowie Rollen in seltener zu hörenden Bühnenwerken wie Zemlinskys Der Kreidekreis (Yü Pei), Glinkas Aus dem Leben des Zaren Susanin (Wanja) und Mussorgskys Chowanschtschina (Marfa). Eine Lieblingsrolle der Künstlerin ist die Judith in Bartóks Herzog Blaubarts Burg, die sie nicht nur in zahlreichen Aufführungen weltweit verkörperte, sondern auch auf der für den Grammy nominierten Aufnahme mit dem Radio-Sinfonieorchester Stuttgart des SWR unter Peter Eötvös (hänssler). Als versierte Interpretin Neuer Musik, die Cornelia Kallisch sehr am Herzen liegt, war sie u. a. in Uraufführungen in Zürich als Königin in dem viel gepriesenen Psychodrama Schneewittchen von Heinz Holliger sowie in HK Grubers Oper Der Herr Nordwind zu hören, außerdem in Brüssel und Barcelona mit Boesmanns Ein Wintermärchen.
Opernengagements der jüngeren Vergangenheit umfassen die Züricher Inszenierungen von Eugen Onegin, Lulu, Pelléas et Mélisande, Peter Grimes, Genoveva, Andrea Chernier, Gianni Schicchi, Der Ring des Nibelungen, Parsifal, Moses und Aron sowie Cavalleria rusticana/Pagliacci. Als Waltraute war Cornelia Kallisch im Sommer 2010 zum zweiten Mal im Budapester Ring unter Adam Fischer zu erleben.
Auf dem Konzertpodium hat Cornelia Kallisch mit so bekannten Dirigenten wie Blomstedt, von Dohnányi, Ivan und Adam Fischer, Gielen, Harnoncourt, Maazel, Marriner, Nagano, Norrington, Rilling, Sawallisch und Welser-Möst und mit namhaften Orchestern wie den Münchner und den Berliner Philharmonikern, allen deutschen Rundfunkorchestern, den Wiener Philharmonikern, dem Tonhalle-Orchester Zürich, dem New York Philharmonic Orchestra, dem Orchestre de Paris, dem London Symphony Orchestra und dem Royal Concertgebouw Orchestra musiziert. Ein Schwerpunkt liegt im Konzertbereich auf dem romantischen Orchesterliedrepertoire und der Neuen Musik (Reger, Wagner, Schönberg, Holliger), wobei die besondere Liebe der Mezzosopranistin dem kompositorischen Schaffen Mahlers gilt. Sie wirkte an zahlreichen Aufnahmen von Werken dieses Komponisten mit, u. a. Mahlers 2. Symphonie und 3. Symphonie sowohl mit dem SWF Sinfonieorchester Baden-Baden unter Michael Gielen als auch mit dem Orchestre de la Suisse Romande unter Armin Jordan. Weitere CD-Einspielungen von Cornelia Kallisch sind u. a. César Francks Les Béatitudes und Zemlinskys Maeterlinck-Lieder mit dem Orchestre de la Suisse Romande unter Armin Jordan. Bei EMI sind Aufnahmen von Hartmanns 1. Symphonie unter Ingo Metzmacher und Wagners Die Meistersinger von Nürnberg unter Wolfgang Sawallisch erschienen. Hänssler veröffentlichte u. a. Mendelssohns Elias mit dem Bach Collegium Stuttgart und der Gächinger Kantorei unter Leitung von Helmuth Rilling sowie Beethovens Missa Solemnis unter Roger Norrington.
2011/2012 - Bitte verwenden Sie nur diese Biographie und vernichten Sie Material älteren Datums. Änderungen bzw. Kürzungen bedürfen der Abstimmung mit dem KünstlerSekretariat am Gasteig.
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