Gerold Huber

Piano

"Gerold Huber war am großen Schwarzen ein gesitteter Unruhestifter, ein Gentleman-Querulant, seine Deutungen der Klavierstimmen waren fantasiereich, intensiv und von minutiöser Genauigkeit."

Stefan Ender, "Sing mir das Lied vom Tod", Der Standard, 16.11.2016

"Gerhahers jahrzehntelangen Klavierpartner Gerold Huber versteht es mit seinem minuziös kontrollierten Ton noch die kleinste musikalische Empfindung in den Noten zu erwecken."

Matthias Nöther, "Christian Gerhaher verwandelt Gefühle in Musik", Berliner Morgenpost, 04.10.2016

"Huber was Gerhaher’s equal in all respects. Schubert gave the piano its own independent voice in the cycle, and it is called upon to create the sounds of a bubbling brook, the rhythm of the water mill, the strumming of a lute, and, forebodingly, the call of a hunter’s horn. The emotional arc that the young man experienced was as deftly expressed in the piano as it was in the voice – maybe more so. Watching Huber play was also a delight, as his head bobbed ever so slightly and his mouth voiced silent words and sounds in wonder and awe, as if he were discovering the music’s delights and depths for the first time."

Rick Perdian, “Die Schöne Müllerin in Song and Verse”, seen and heard international, 15.06.2016

"Als absolut gleichrangiger Partner zeigt sich Gerold Huber am Flügel. Einfühlsam, stets in Korrespondenz mit der Sängerin, virtuos Dramatik oder Innigkeit und Intensität unterstützend trägt er ihre Stimme mit seinem Spiel zu immer neuer Höchstleistung. Anna Lucia Richter und Gerold Huber, beide mit reichlich nationalen und internationalen Erfolgen gekrönt, bieten noch einmal ihr ganzes Können auf und begeistern restlos."

Brigitte Gaiser, „Zwei Könner Ihres Fachs“, Taunus-Zeitung.de, 07.06.2016

Tief beugt er sich über die Tasten. Schaut in die Noten, auf die Finger, ist ganz in der Musik – so sehr, dass sein Körper sichtbar mit den Phrasen des Textes atmet und dass seine Lippen immer wieder dessen Worte formen. In der Einleitung zu Robert Schumanns Lied „Wer sich der Einsamkeit ergibt“, das auf einem der Harfner-Lieder aus Goethes Roman „Wilhelm Meister“ fußt, scheint der Pianist Gerold Huber kaum den Flügel zu berühren: So weich, so zart, so melancholisch klingt bei ihm das traurige Alleinsein eines Menschen. Wem noch nicht klar war, was für ein wissender, poetisch denkender, ja: textvernarrter Liedpianist Huber ist, der konnte es bei diesem Liederabend der Hugo-Wolf-Akademie erleben.

Susanne Benda, „Wer nie sein Brot mit Tränen aß“, Stuttgarter-nachrichten.de, 11.04.2016