Lothar Zagrosek

Dirigent

OPER

Krenek – Der Diktator, Schwergewicht oder die Ehre der Nation, Das geheime Königreich – Frankfurter Opern- und Museumsorchester
„Am Pult des Museumsorchesters baute Lothar Zagrosek mit seinen konzentriert und sicher spielenden Musikern in Windeseile Kreneks schnell wechselnde Klangwelten auf. Besonders faszinierte die Balance, die vor allem Streicher und Holzbläser selbst in dynamisch extremen Passagen nie untergehen ließ. Mit sehr viel Raffinement und schlagtechnischer Präzision koordinierte er auch die schwierigen Ensembleszenen im „Königreich“.“
S. Mauß, Drei Opern, in: Das Opernglas, 30.04.2017

 

Berg – Lulu – Royal Concertgebouw Orkest
Zagrosek achieves miracles of transparency and detail, and creates his own kind of lucid beauty. This is a Lulu of superlative musical coherence, its lyricism tenderly laid bare.
Shirley Apthorp, The new(est) Lulu: What you see is all you get, in: MusicalAmerica.com, 03.06.2015

Lothar Zagrosek gelingt mit dem Concertgebouw Orchester eine wirklich exemplarische Interpretation der äußerst komplizierten, mit unzähligen Stilen und formalen Prinzipien gespickten Partitur.
Jörn Florian Fuchs, Bedächtig geht es in den Abgrund, in: Deutschlandradio 03.06.2015

 

Braunfels – Jeanne d’Arc – Oper Köln
Am Pult steht mit Lothar Zagrosek ein Braunfels-Kenner par excellence (auch die konzertante Uraufführung hatte er dirigiert), und mit welcher Umsicht er das riesige, durch einen Laufsteg noch geteilte sehr gute Gürzenich Orchester, den ausgesprochen klangschönen Chor und das große Solistenensemble leitet, das verdient allein schon größte Bewunderung. Aber Zagrosek trifft auch Braunfels‘ Tonfall zwischen spätromantischer Emphase und neuer Sachlichkeit mit ihren Stilbrüchen ausgezeichnet.
Stefan Schmöe, Wie sähe eine heilige Johanna heute wohl aus?, in: http://www.omm.de/veranstaltungen/musiktheater20152016/K-jeanne-d-arc.html, 15.02.2016

 

Lachenmann – Das Mädchen mit den Schwefelhölzern – Deutsche Oper Berlin
Der Aufwand ist gewaltig, vor allem die Orchestermusiker müssen erst einmal davon überzeugt werden, alles, was sie über den korrekten Gebrauch ihrer Instrumente gelernt haben, beiseitezulassen. Lothar Zagrosek, dem Dirigenten der Uraufführung, ist das in Berlin auf bewundernswürdige Weise gelungen. Geschmeidig und entspannt wirken seine Bewegungen, ganz leicht scheint es ihm zu fallen, die überall im Raum verteilten Sänger und Musiker zu koordinieren.
Frederik Hanssen, Durchs tönende Universum, in: Der Tagesspiegel, 17.09.2012

 

KONZERT

Zagrosek ist ein wunderbar gründlicher Dirigent mit hintergründigem, sehr feinem Witz. Zagrosek ist selbst so begeistert wie begeisternd, für die Orchestermusiker wie für den Solisten.
GN, Es kracht, streichelt und schmeichelt, in: Frankfurter Neue Presse, 20.01.2015

 

Dirigent Lothar Zagrosek, den die Staatsoper für die Uraufführung der erst vor Kurzem in Zimmermanns Nachlass entdeckten "Prosodie" gewinnen konnte, erwies sich als idealer Interpret für solche Musik. Er ist ein rationaler Orchesterleiter, der mit unaufgeregter Gestik Strukturen klar herausarbeiten und sie doch emotional aufladen kann. 
Stefan Arndt, Krieg und Kabarett, in: Hannoversche Allgemeine Zeitung, 18.02.2014