Glücklich, wer diesen grandiosen Abend des WDR Sinfonieorchesters miterleben durfte. Mahlers Dritte stand auf dem Programm. Unter der Leitung des WDR-Chefs Jukka-Pekka Saraste gewann sie ordentlichen Zug. Der Blick des finnischen Dirigenten auf die Partitur ist getragen von struktureller Weitsicht und plastischer Formung.
Matthias Corvin, Glücklich, wer dabei sein konnte, in: Kölnische Rundschau, 02.05.2016

 

In the opening movement, the strings produced a rarified transparency that evoked images of icy winds blowing over snowy plains. Saraste conducted like a reserved gentleman: always in control with but a few wild gestures and exuding a collected calm, even during Sibelius’ fiercest moments. He expertly layered the composer’s icy tension. Visibly engrossed by the Rotterdam Philharmonic’s sound, Saraste sustained a fragile suspense in his ceaseless momentum as he continued with the second movement Tempo andante. … Saraste’s Sibelius swept you off your feet.
David Pinedo, Bachtrack.com 06.04.2016


Kaum hat der Dirigent das Podest betreten, springt der Funke seiner Hochspannung auch schon auf das Orchester über. Mit impulsiven Gesten entfacht Jukka-Pekka Saraste augenblicklich einen rasenden Sturm des WDR-Sinfonieorchesters, das regelrecht zu explodieren scheint. ... Dirigent und Orchester erweisen sich in perfektem Zusammenspiel als höchst wandelbares Chamäleon. 
Rainer Nonnenmann, Alles ist nur noch Anfang ohne Weg, Kölner Stadt-Anzeiger, 07.12.2015


Tschaikowsky mit vollem Risiko. … Saraste hielt im ersten Satz sein Pulver relativ lang trocken, baute die Spannung umsichtig auf und erzielte damit größte Wirkung, obwohl – oder gerade weil – er auf Plakatives, zu dem diese Symphonie immer wieder verführen könnte, verzichtete. Und wenn er sich dann doch Pathos erlaubte, wirkte es zwingend notwendig.
hd, Wenn Solistin und Orchester eins werden, in: Die Presse, 02.02.2015

 

Bei der 4. Sinfonie von Schostakowitsch wird besetzungsmäßig schweres Geschütz aufgefahren. Das Orchester gab sich dem gigantischen Habitus der Sinfonie genussvoll hin, Jukka-Pekka Saraste steuerte die Klangwogen mit sicherer und schärfender Hand. Frenetischer Beifall nach allen Werken.
Christoph Zimmermann, Musik aus dunkler Zeit, in: Kölnische Rundschau, 19.01.2015


Dann: Tschaikowskis Vierte. Saraste forciert, führt direkt hinein in eine getriebene Seel­e, changierend: himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt. Was für eine Wucht, was für eine Leidenschaft, was für eine Tiefe! Esprit und musikalische Intensität im Höchstmaß.
hau, Schicksal, Herz und Schmerz, in: Tiroler Tageszeitung, 28.01.2015