Anna Prohaska

Sopran

„Seine Tochter Cordelia ist von vornherein nur die Gute (wobei die Sopranistin Anna Prohaska überragend singt).“
Volker Hagedorn, „Wenn Steicher Wärme spenden“, in: Die Zeit, 24. August 2017


„… gehört zweifellos Anna Prohaska als dritte unverrückbar wahrhaftige Lear-Tochter zu den stärksten Stimmen dieser Produktion. Ihr Duett mit Lear, bei Simon Stone eine Szene am Krankenbett, gehört zum Berührendsten, was der Abend zu bieten hat: klanglich einer der wenigen Ruhepunkte, ein wunderbar überirdischer Zwiegesang der Hoffnung.“
Otto Paul Burkhardt, „Blut und bunte Luftballons“, in: Südwest Presse, 22. August 2017


„Und man hört bei jedem ihrer Töne, wo auch Reimanns Sympathien liegen, nämlich bei der sanften Cordelia, traumhaft gesungen von Anna Prohaska.“
„Auf der Blutwiese“, in: Kurier, 22. August 2017

 

„Nur von Faust und dem Basso continuo begleitet, schuf sie eine intime Situation, die musikalisch und technisch – Diese Schwelltöne! Diese Tragfähigkeit im äußersten Pianissimo! Diese bruchlosen Registerübergänge! – sowie durch die Atmosphäre aufrichtiger Herzlichkeit für sich einnahm. [...] Prohaska meisterte die Arien, als sei deren Koloraturenreichtum das Natürlichste der Welt.“
Doris Kösterke, „Schöner geht es kaum“, in: FAZ, 14.06.2017

„Das hellste Licht des Abends aber bringt Anna Prohaska zum Leuchten. Sie ist gerade erst genesen, was keiner merkt, denn sie zeigt sich in unglaublicher Form. Sie ist die gefährliche Hexe hier, die majestätische Königin da, die zarte Elfe dort. Sie droht, klagt, schmachtet und jubiliert, lässt das Gold in ihrer Stimme schimmern und blitzen, mit einem Hauch von Blutrot über all dem Glanz, und lässt das Laub schwarz von den Bäumen des Leids fallen: „O let me weep!“ Und bittet später: „Oh, lead me to some peaceful gloom“, führe mich dorthin, wo im Dunkel selige Stille sich breitet. Eine Nachtigall, eine Ausnahmekünstlerin, hier in einem hinreißenden Ensemble Erste unter Gleichen. Ein unvergesslicher Abend jenseits von Gut und Böse.“
Jens-Uwe Sommerschuh, “Jenseits von Gut und Böse“, in: SZ-ONLINE.DE, 13.06.2017

 

"Another stunner from soprano Anna Prohaska. Following her wonderful disc of war-related music, she now turns her attention to two tragic heroines, Dido and Cleopatra. Both have inspired great music across the centuries, but Prohaska resists the attention to go as far as Berlioz, and frames this baroque collection with the start and finish of Purcell’s Dido and Aeneas. [...] It’s all beautifully planned and paced, with riveting instrumental interludes from Il Giardino Armonico, including Matthew Locke’s astonishingly modern Curtain Tune."
Nicholas Kenyon, "Serpent and Fire: Arias for Dido and Cleopatra CD review – a stunner", in: www.theguardian.com, 16.10.2016

 

"[…] in ihrer Mischung aus sängerischer Disziplin und darstellerischer Hingabe bietet die Berliner Sängerin hier eine wahre Meisterleistung.“
Thomas Seedorf, „Händel: Alcina, in: Opernwelt, Sept./Okt. 2016


"Ihr [Anna Prohaskas] heiteres Spiel fügt sich in der Rosen-Arie zum kostbaren Musiktheatermoment."
Ljubisa Tosic, "Figaros Hochzeit": Im Schlafgemach der Heiterkeit, in: derStandard.at, 17. August 2016


„Es ist schwer zu erklären: Aber manchmal scheinen Stimmen besonders gut in die heutige Zeit zu passen. Anna Prohaska hat so eine Stimme. Sie verfügt über eine so reizvoll starke und vielfältige Färbung, dass sie – anders als mancher knabenhafter Alte-Musik-Sopran – auch spätromantische Rollen erfüllen kann. Und sie kann ihre Fülle so schlank und klar halten, dass sie auch bei barocker Musik so stilsicher wie wort-echt ist: eine Sängerin, wie geschaffen für unsere vielseitige Welt!

In leider nur vier Ausschnitten aus romantischen Opern von Franz Schubert und Carl Maria von Weber macht sie dazu noch erfahrbar, was für eine faszinierende Darstellerin sie ist. Sie braucht kein Kostüm, es reicht ihre anrührende Gestensprache, um drei traurige Gestalten aus Schuberts ‚Verschworenen‘ und dem Fragment ‚Die Bürgschaft‘ sowie Webers ‚Euryanthe‘ lebendig werden zu lassen. Mit einem sanft hauchenden Ansatz leuchtet der Sopran im Raum auf, schwingt sich ruhig ein und erblüht schließlich in Schönheit.

Das ausdrucksvolle Spiel der Hände aber wird gespiegelt von einer phänomenalen Textverständlichkeit, nicht durch übertriebene Diktion, sondern dadurch, dass Anna Prohaska die Sprache selbst zur Musik macht, das ‚R‘ etwa sinnlich rollt, die Wörter zu kleinen Bildern formt.

In der Szene des Ännchens aus Webers ‚Freischütz‘ sieht das hellauf begeisterte Publikum im Herkulesaal den Kettenhund Nero förmlich vor seinen Augen.“
Michael Bastian Weiß, Sinnliche Schönheit, in: Abendzeitung, 11. Juli 2016


„Ihr klarer Sopran zeugt von großen Gefühlsmomenten, die sich nicht in einem emotionalen Korsett befinden.“
Zenaida des Aubris, Gluck: Orfeo ed Euridice – Staatsoper Berlin, in: Opernnetz, 20. März 2016

“Much brighter was Iseut, sung by soprano Anna Prohaska, an outstanding actress and singer.”
Jose M. Irurzun, Martin: Le Vin Herbé – Berlin Staatsoper, in: Seen And Heard, 20. Februar 2016