Der Bass Tareq Nazmi studierte an der Hochschule für Musik und Theater in München bei Edith Wiens und Christian Gerhaher sowie privat bei Hartmut Elbert. Zuerst als Teilnehmer des Opernstudios, von 2012 bis 2016 auch als Ensemblemitglied der Bayerischen Staatsoper präsentierte er sich dem Publikum in zahlreichen Rollen, darunter Minister (Fidelio), Masetto (Don Giovanni), Sprecher (Die Zauberflöte), Silvano (La Calisto), Zuniga (Carmen), Truffaldin (Ariadne auf Naxos), Publio (La clemenza di Tito), Caronte (L’Orfeo), Nachtwächter (Meistersinger), Albert (La Juive) oder Osman (Les Indes Galantes).

In der Spielzeit 2017/18 ging Tareq Nazmi gleich zweimal auf Tournee: Beethovens Leonore mit René Jacobs und dem Freiburger Barockorchester führte ihn nach Athen, Wien, Brüssel, Amsterdam und Paris, und Haydns Schöpfung an der Seite des Balthasar-Neumann-Chor und -Ensembles unter der Leitung von Thomas Hengelbrock nach Dortmund, Luxemburg, Baden-Baden, Hannover und Düsseldorf. Außerdemgibt Tareq Nazmi sein Rollendebüt als Nick Bottom in Brittens A Midsummer Night´s Dream am Theater an der Wien und kehrt als Sprecher und Priester/Geharnischter zu den Salzburger Festspielen zurück, wo er als Konzertsolist bereits 2016 unter Constantinos Carydis und 2017 unter Teodor Currentzis und Ivor Bolton zu hören war.

Im Sommer 2015 sang Tareq Nazmi unter René Jacobs musikalischer Leitung in konzertanten Don Giovanni Vorstellungen den Commendatore und Masetto, u.a. in Barcelona, Shanghai, Peking und Paris. Unter François-Xavier Roths Leitung gab er 2016 sein Rollendebüt als Leporello an der Oper Köln sowie sein Debüt am Theater an der Wien (Ivor Bolton/Robert Carsen) als Masetto. Zwei weitere Rollen- und Hausdebüts führten ihn mit Rossinis Barbiere di Siviglia (Basilio) an die Komische Oper Berlin und nach St. Gallen, wo er erstmals in einer Neuproduktion von Nabucco mit der Partie des Zaccaria das größere Verdi-Fach erkundete. Es folgten Auftritte beim Grafenegg-Festival, in der Kölner Philharmonie in der Titelpartie von Mozarts selten gespielter Schauspielmusik Thamos, König in Ägypten, sein Debüt beim Orchestre de Paris unter Daniel Harding und in Lissabon bei dem Orquestra Gulbenkian unter Alain Altinoglu. 

Als gefragter Konzertsolist verfügt Tareq Nazmi über ein breit gefächertes Repertoire, das von Bach bis Beethoven, von Haydn bis Brahms und von Mozart bis Dvorak und Verdi reicht. Wichtige Stationen in der Vergangenheit waren sein Debüt beim Washington National Symphony Orchestra unter Christoph Eschenbach, Konzerte mit dem WDR Sinfonieorchester in der Kölner Philharmonie unter Bernard Labadie, in San Sebastian unter Jukka-Pekka Saraste (Brahms Requiem) sowie mit dem Deutschen Symphonieorchester Berlin unter Manfred Honeck (Mozart Requiem) und Verdis Requiem unter Sir John Eliot Gardiner in der Tonhalle Zürich. 

Als Liedsänger trat Tareq Nazmi zuletzt zusammen mit Gerold Huber bei der Schubertiade Hohenems, in München, Ingolstadt, Detmold, Lambach und Regensburg auf und gibt in der Spielzeit 2018/19 sein Debüt in der Londoner Wigmore Hall.

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