Lang Lang

Klavier

Der Pianist Lang Lang, den die New York Times als den „angesagtesten Künstler der gesamten klassischen Musikwelt“ beschreibt, ist umjubelter Gast in den Konzertsälen aller großen Städte weltweit und spielt stets vor ausverkauftem Haus. Als erster chinesischer Pianist wurde er von den Berliner und Wiener Philharmonikern sowie von allen führenden amerikanischen Orchestern eingeladen. Das renommierte US-Magazin Time trug diesem Erfolg Rechnung und nahm ihn 2009 in die jährlich erscheinende Liste der 100 weltweit einflussreichsten Persönlichkeiten auf. 2008 verfolgten über vier Milliarden Menschen Lang Langs Spiel bei der Eröffnungszeremonie der XXIX. Olympischen Spiele in Peking, wo er symbolisch die Jugend und Zukunft Chinas repräsentierte.

Lang Lang begann im Alter von drei Jahren mit dem Klavierspiel; bereits als Fünfjähriger gewann er den Shenyang-Klavierwettbewerb und gab seinen ersten öffentlichen Klavierabend. Mit neun Jahren ging er ans Zentrale Musikkonservatorium in Peking, mit Dreizehn spielte er in der Beijing Concert Hall die 24 Etüden von Chopin und errang den 1. Preis beim Internationalen Tschaikowsky-Wettbewerb für Junge Musiker im japanischen Sendai. Als Teenager ging er nach Amerika, um bei Gary Graffman am Curtis Institute in Philadelphia zu studieren. Sein internationaler Durchbruch gelang ihm als Siebzehnjähriger, als er auf dramatische Weise bei der „Gala of the Century“ praktisch in letzter Minute einsprang und dort mit dem Chicago Symphony Orchestra unter Christoph Eschenbach Tschaikowskys Erstes Klavierkonzert aufführte. Dieser Auftritt machte ihn "über Nacht zum Star" und schnell kamen die Einladungen in die besten Konzertsäle der Welt.

Langjährige musikalische Partnerschaften verbinden ihn mit den bedeutendsten Künstlern der Welt, darunter Dirigenten wie Daniel Barenboim, Gustavo Dudamel, Sir Simon Rattle, Nikolaus Harnoncourt und Christoph Eschenbach. Darüber hinaus sucht Lang Lang stets auch den Austausch mit Künstlern, die nicht in der klassischen Musik beheimatet sind – beispielshaft stehen dafür seine Auftritte bei den Grammy Awards mit Metallica, Pharell Williams sowie dem Jazz-Titan Herbie Hancock, die von einem Millionenpublikum im Fernsehen verfolgt wurden.

Lang Langs CD- und DVD-Aufnahmen sind mehrfach preisgekrönt; allein in Deutschland wurde er insgesamt mit acht Klassik-Echos ausgezeichnet, zuletzt für seine Aufnahme von Mozart-Klavierkonzerten mit Nikolaus Harnoncourt und den Wiener Philharmonikern.

Seit fast einem Jahrzehnt leistet Lang Lang einen umfassenden Beitrag zur musikalischen Förderung von Kindern weltweit. 2008 gründete der Pianist die „Lang Lang International Music Foundation“, die es sich zur Aufgabe macht, durch Musikerziehung mit Unterstützung modernster Technologie und musikalischen Veranstaltungen die nächste Generation zur Heranbildung junger Pianisten und Musikliebhaber zu inspirieren. Die Arbeit für seine Stiftung wurde 2015 mit einem Echo Klassik-Sonderpreis ausgezeichnet.

2013 ernannte UN-Generalsekretär Ban Ki-moon Lang Lang zum UN-Friedensbotschafter mit Schwerpunkt auf dem Thema der weltweiten Bildung. Lang Lang gehört darüber hinaus im Rahmen des Education-Programms der Carnegie Hall dem Beirat des Weill Music Institute an und ist Mitglied des Artistic Advisory Board der Carnegie Hall.

Er erhielt zahlreiche Ehrungen und Auszeichnungen: Vom World Economic Forum wurde er als einer der 250 "Young Global Leaders" benannt und erhielt 2010 den Crystal Award in Davos. 2011 wurde Lang Lang durch Prinz Charles die Ehrendoktorwürde der Musik des Royal College of Music London verliehen. Es folgten Ehrendoktortitel von der Manhattan School of Music, der New York University, der Birmingham City University sowie vom Zentralen Musikkonservatorium in Peking, das diesen Titel erstmals in der 75-jährigen Geschichte seines Bestehens vergab. Lang Lang wurde 2011 mit dem höchsten Preis ausgezeichnet, den das Kulturministerium der Volksrepublik China verleiht, 2012 wurde er für seine herausragenden Verdienste um die deutsche Musikkultur mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland geehrt und 2013 wurde ihm vom französischen Kulturminister der „Ordre des Arts et des Lettres“ verliehen.

Lang Langs Autobiographie „Journey of a Thousand Miles“ wurde vom Verlag Random House veröffentlicht und liegt in elf Sprachen vor; die deutsche Ausgabe erschien im Ullstein-Verlag. Sein Interesse an der Ausbildung von jungen Menschen bewog ihn, unter dem Titel „Playing with Flying Keys“ eine Fassung dieser Autobiographie speziell für Kinder zu schreiben.

Weitere Informationen über Lang Lang können Sie den Webseiten www.langlang.com und www.langlangfoundation.org entnehmen.

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