Die gebürtige Münchnerin Christina Landshamer studierte an der Hochschule für Musik und Theater bei Angelica Vogel sowie anschließend in der Liedklasse von Konrad Richter und in der Solistenklasse bei Dunja Vejzović an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart. Heute ist sie eine vielseitige und weltweit gefragte Konzert-, Opern- und Liedsängerin. Ihre Zusammenarbeit mit Dirigenten wie Daniel Harding, Kent Nagano, Sir Roger Norrington, Stéphane Denève, Christian Thielemann oder Riccardo Chailly führt sie zu bedeutenden Orchestern in Europa wie dem Sinfonieorchester des Bayerischen Rundfunks, den Münchner Philharmonikern, dem SWR Sinfonieorchester, Concertgebouw Orkest, Freiburger Barockorchester, Tonhalle-Orchester Zürich, Orchestre de Paris, aber auch in die USA und Kanada zum New York Philharmonic Orchestra, dem Pittsburgh und dem Montreal Symphony Orchestra.

In der letzten Saison gab Christina Landshamer ihr US-Debüt an der Lyric Opera of Chicago als Sophie im Rosenkavalier, gefolgt von ihrem Debüt in New York mit dem Ensemble Midtvest in der Weill Recital Hall der Carnegie Hall. Auch in dieser Saison ist sie häufiger Gast in Amerika: Beim Pittsburgh Symphony Orchestra unter Manfred Honeck singt sie Konzerte mit Mahlers Auferstehungssymphonie, die auch für CD mitgeschnitten werden. Gleich zweimal ist sie zu Gast beim New York Philharmonic Orchestra unter Alan Gilbert: in Händels Messiah und in Mahlers 4. Sinfonie, mit der sie das Orchester auch auf einer Europatournee begleitet, mit Stationen in Essen, Budapest, Wien, London, Hamburg und Kopenhagen. Hierzulande ist sie im spannenden Hamburger Eröffnungsmonat mit der NDR Elbphilharmonie Hamburg unter Thomas Hengelbrock in Haydns Schöpfung zu erleben, mit dem Konzerthausorchester Berlin unter Vladmir Jurowski in Mozarts Requiem, auf Tournee mit dem Orchestre des Champs-Elysées unter Philippe Herreweghe in der 9. Sinfonie von Beethoven, mit Mendelssohns Lobgesang zum ersten Mal bei der Accademia di Santa Cecilia in Rom unter Pablo Heras-Casado oder erneut mit dem Gewandhausorchester unter Herbert Blomstedt in Bachs h-moll-Messe sowie in Haydns Jahreszeiten, diesmal am Pult Trevor Pinnock.

Ihre ersten Opernerfahrungen machte Christina Landshamer an der Stuttgarter Staatsoper, an der Opéra du Rhin in Straßburg sowie an der Komischen Oper in Berlin. Am Theater an der Wien arbeitete sie als Clarice in Haydns Il mondo della luna mit Nikolaus Harnoncourt. Bei den Salzburger Festspielen gab sie ihren Einstand als Frasquita in Carmen (Simon Rattle/Berliner Philharmoniker). In Simon McBurneys gefeierter Neuproduktion von Mozarts Zauberflöte an der Oper Amsterdam unter Marc Albrecht hatte Christina Landshamer Ende 2012 ihr umjubeltes Debüt als Pamina. Mit Christian Thielemann war sie in der Dresdner Silvestergala an der Seite von Anna Netrebko und als Ännchen in der Jubiläums-Neuproduktion von Webers Freischütz zu erleben. 2014 debütierte sie in Glyndebourne als Almirena/Rinaldo und 2015 an der Bayerischen Staatsoper als Pamina. Nach dem Rosenkavalier in Chicago ist sie 2016 in der Schweiz am Theater St. Gallen als Susanna in einer Neuproduktion von Mozarts Nozze di Figaro zu hören.

Mit ihrer warmen, lyrischen Sopranstimme ist die Sopranistin darüber hinaus eine ideale Liedsängerin: Ihre erste gemeinsame CD mit Gerold Huber, auf der die beiden sehr einzigartig Lieder von Robert Schumann und Viktor Ullmann kombinieren, erschien im Sommer 2016 bei dem Label Oehms Classics. Das Duo ist bei der Schubertiade Schwarzenberg, in Regensburg und in der Londoner Wigmore Hall zu erleben.

Christina Landshamer kann bereits eine umfangreiche Diskographie vorweisen: u. a. beide Haydn-Oratorien Jahreszeiten und Schöpfung unter Philippe Herreweghe (PHI), Bizets Carmen unter Simon Rattle (CD und DVD bei EMI Classics), Matthäus-Passion von J. S. Bach unter Riccardo Chailly (DECCA). Darüber hinaus liegen verschiedene DVD-Einspielungen mit der vielseitigen Sopranistin vor: Haydns Il mondo della luna (Concentus musicus/Nikolaus Harnoncourt, Unitel Classica), Bachs Matthäus-Passion und Mahlers Sinfonie Nr. 4 (beides Gewandhausorchester Leipzig/Riccardo Chailly, Accentus), sowie Mozarts Zauberflöte (Nederlandse Opera – Opus Arte).

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