„Sopranistin Christiane Karg glänzte mit Bravourarien aus Mozarts Opera seria "Mitridate, Re di Ponto" KV 87 und aus der Serenata "Il re pastore" KV 208, sowie mit der beliebten Motette "Exsultate, jubilate" KV 165. Wer eine so glühende bis ins dramatische Innenleben erfasste eindringliche Kunst des Gesangs samt virtuoser Koloraturen beherrscht, der besitzt nicht nur im Sinne Mozarts eine "flotte Gurgel", sondern persönliches Format und darüber hinaus eine reife Deklamation der komponierten Texte, die in jeder Phase wirkungsvoll ausgeleuchtet waren. Ihre Stimme funktionierte auf der gesamten Skala völlig bruchlos und verlor in keiner Lage ihre charakteristisch lebendige und intensive Vortragskunst. Farbe war durch alle Register angesagt. Ihre makellosen Koloraturen wirkten sauber aufgereiht wie eine Perlenkette, jeder Ton stand perfekt unter Kontrolle.“
Fränkische Nachrichten, "Schönstes Hörerlebnis", in: Mannheimer Morgen, https://www.morgenweb.de/mannheimer-morgen_artikel,-kultur-schoenstes-hoererlebnis-_arid,1058894.html, 06.06.2017

 

"Christiane Karg beeindruckte das Publikum erneut: Ihr Timbre glanzvoll, ihre Bühnenpräsenz unglaublich, ihr Gesang in der Tiefe und in den hohen Tönen betörend, manchmal etwas dezent, aber immer anmutend rein und klar."
Johannes Seifert, „Diese Frau singt betörend und zart", in: Augsburger Allgemeine, 28.03.2017 

 

„Christiane Karg sang die Peri mit der von ihr bekannten Genauigkeit und Inspiration, gestaltete den leidvollen Weg der gefallenen Fee aus der Innensicht und lieferte sich wunderbare Auseinandersetzungen mit dem Chor. Und sie hatte am Ende die Kraft, in dem hymnischen Schluss sich mit unglaublichem Druck gegen Chor und Orchester, die hier wirklich auftreten konnten, zu behaupten.“
Thomas Ahnert, „Sängerin behauptet sich gegen mächtiges Orchester“, in: Fränkischer Tag, 01.03.2016

 

„Allein dieser Mix, der schließlich nach Paris und zuletzt in Hotels am Montparnasse (Francis Poulenc) und im irischen Ennis (Samuel Barber auf einen Text von James Joyce) führte, zeigte die unkonventionelle Spannweite dieses Abends: im entdeckungsreichen Repertoire wie in der ausgreifenden Charakteristik, deren Unterschiede und verbindende "Untertöne" Christiane Karg mit unaufdringlicher und kultivierter Kunstfertigkeit verlebendigte. Ein Abend, der einen auf schönste Art bereicherte.“
Karl Harb, „Die geographische Vermessung des Liedes. Nostalgie, Sehnsucht, Fernweh: Der anspruchsvolle Liederabend von Christiane Karg“, in: Salzburger Nachrichten, 13.08.2015

 

„Das Leben eines Konsonanten ist ja in der Regel eher kurz. Aber es muss ein ziemlich schönes sein – wenn man so genüsslich im Mund geformt und dann in die Welt entlassen wird wie von der Sängerin Christiane Karg. Ihre liebevolle Sorgfalt im Umgang mit dem Text ist eines jener Merkmale, die den Ausnahmerang als Liedinterpretin begründen, ebenso wie ihr edles Timbre und das Gespür für eine stimmige Stückauswahl. […] In ihren feinnervigen Interpretationen nutzte Karg ein Klangspektrum, dessen Nuancenreichtum erst durch eine vorzügliche Technik ermöglicht wird. Denn nur wer seine Stimme perfekt im Griff hat, kann so viele Piano-Abstufungen wagen und gewinnen wie sie: Mit einem leichten Hauchen kostete die Sopranistin im Satz "Es glänzt der Saal" aus Hugo Wolfs "Kennst Du das Land" den Ausdruck des Erstaunens aus, um wenig später das Wort "Nebel" in eine fahle Farbe zu tauchen; bei Brahms unterstrich sie das leichenkalte Klima im Lied "Und kommt er nicht mehr zurück" mit einem bleichen Klang ohne Vibrato.“
Stä, „Christiane Karg – Die perfekte Stimme“, in: Hamburger Abendblatt, 07.08.2015