Pietari Inkinen

Dirigent

Die Rede ist vom neuen Chefdirigenten Pietari Inkinen, der sich ebenfalls bescheiden, sympathisch im Interview gab und am Pult mit Akribie und Esprit für glanzvolle, detailliert ausgearbeitete Interpretationen einstand. Souverän führte er über die Klippen von Takt- und Tempowechseln hinweg, ließ Soli – vokal und instrumental – ihren Raum und brillant musizieren. ... Großartig!
Reiner Henn, Italienische Verhältnisse, Rheinpfalz, 08.11.2017

 

Pietari Inkinen hat jedenfalls mit seinem ersten Konzert als DRP-Chef gestern in der Saarbrücker Congresshalle einen Markstein gesetzt. [...] ein Spannungsvirtuose, der einem eine Beethoven-Sinfonie verdichten kann als sei sie Kammermusik. [...] Auch wenn es hier „nur“ die eher ungeliebte Vierte war, die dem Sinfonie-Titan überraschend leicht geriet. Aber so dirigierte Inkinen sie auch: pathosfrei, luzide und mit richtig Zug. Bravo! Ganz sicher ist der Finne auch ein Liebhaber des Wohlklangs. Um das zu wissen, braucht man eigentlich nur acht Minuten [...],die Einojuhani Rautavaaras „In the beginning“ währt. [...] Dabei sind die DRP-Streicher so dicht, von Inkinen so magisch verwoben, dass „In the beginning“ unendlich dauern könnte. 
Oliver Schwambach: "Die Kunst, das Schwere leicht zu machen", in: Saarbrücker Zeitung, 11.09.2017

 

Almost four hours of Wagner’s absorbing music and libretto became realised in near perfection through director Neil Armfield’s sensitive vision, a cast of superlative reach and conductor Pietari Inkinen’s all-encompassing grasp on extracting its soul with the 135-piece Melbourne Ring Orchestra clearly on the same page. The effect was staggering, more so than the production’s 2013 triumph.
Paul Selar, Die Walkure is the second installment in Richard Wagner's epic 16-hour Ring Cycle, Herald Sun, 28.11.2016

 

Schon nach einem Jahr als Chefdirigent ist Pietari Inkinen zum Publikumsliebling avanciert. Der Finne entert die Festspiele und den Besuchern gefällt’s. Nun hat Inkinen seinen Vertrag bis 2019 verlängert, was der weiteren Entwicklung der Festspiele zu einem Ausnahmefestival sehr zuträglich sein wird. Denn fast alle der Konzerte, die Inkinen selbst dirigierte oder konzipierte, waren ausverkauft.
Gabriele Szczegulski, Ein Finne entert die Festspiele, in: Südwest Presse, 22.07.2016

 

The crowd favorite, though, was Inkinen… he knows how to draw a sensuous, surging sound from the orchestra, his balances were superb, and there was an indefinable energy to it all. He has the potential to be one of the great Wagner conductors of this century.
James L. Paulk, Bedeviled Ring Seemed Doomed, Then Curtain Rose, in: Classical Voice North America, 14.12.2013


Wer bei der Aufführung der Bamberger Symphoniker und des Chores der Bamberger unter der Leitung von Pietari Inkinen nicht da war, hat etwas verpasst. Denn man wurde überrascht von der Erkenntnis, dass es immer noch etwas zu entdecken gibt. Denn Inkinen hatte die Partitur offenbar ganz genau studiert und Strukturen in den Stimmführungen gefunden, die vor ihm noch keiner entdeckt hatte … Es war insgesamt höchst erfreulich, mit welchem Zugriff Pietari Inkinen der Pathetisierung des Werkes entgegenwirkte, wie er mit zügigen, zum Teil durchaus fordernden Tempi für das Orchester – und dann natürlich auch den Chor - die Musik erdete und näher an das Publikum heranholte, wie er plastisch und mit großer Spannung den Konflikt von Chaos und Kosmos herausarbeitet und auf den großen Wendepunkt den Einsatz der Sänger, zutrieb.
Thomas Ahnert, Beethovens „Neunte“ als Entdeckungsreise zum neuen Jahr, in: Fränkischer Tag, 02.01.2016

 

Wie Pietari Inkinen die monumentale Chorsinfonie "Kullervo" seines finnischen Landsmannes Jean Sibelius als klingendes Heldenepos gestaltet, ist ungeheuer eindrucksvoll in der Ausdrucksfülle und der geballten Intensität seiner Interpretation. ... Inkinen spannt große Bögen zwischen fast kammermusikalischer Feinarbeit mit den Holzbläsern und energischen Tutti.  ... Danach verdiente Ovationen. 
Dietholf Zerweck, Epos voller Wucht und Energie, in: Ludwigsburger Kreiszeitung, 18.05.2015