Pietari Inkinen

Dirigent

Der finnische Dirigent Pietari Inkinen tritt im September 2017 seine Position als Chefdirigent der Deutschen Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern an. Er ist seit der Saison 2016/2017 Chefdirigent des Japan Philharmonic Orchestra, dem er bereits seit 2009 als Erster Gastdirigent verbunden war. Außerdem ist Pietari Inkinen seit 2015 Chefdirigent der Prager Symphoniker und der Ludwigsburger Schlossfestspiele.

Als Gast stand er am Pult zahlreicher namhafter Orchester, darunter die Staatskapelle Berlin, die Münchner Philharmoniker, das Orchester der Mailänder Scala, die Accademia Nazionale di Santa Cecilia, Orchestre Philharmonique de Radio France, Los Angeles Philharmonic Orchestra, Rotterdam Philharmonic Orchestra, Israel Philharmonic Orchestra, Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, ORF Radio-Symphonieorchester Wien, BBC Symphony Orchestra, City of Birmingham Orchestra, Spanish National Orchestra, Helsinki Philharmonic, Swedish Radio Symphony, Orchestra Sinfonica di Milano Giuseppe Verdi sowie die Staatskapelle Dresden und das Gewandhausorchester Leipzig.

In der letzten Saison gab er Debüts beim Royal Concertgebouw Orchestra, beim Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin und beim Budapest Festival Orchester. Zu Höhepunkten der Saison 2017/2018 zählen seine Debüts beim Gürzenich-Orchester in Köln und dem NDR Elbphilharmonie Orchester in Hamburg sowie seine Rückkehr ans Pult von BBC Philharmonic und Finnish Radio Symphony. Mit dem Japan Philharmonic Orchestra wird er außerdem seine Serie von konzertanten Ring-Aufführungen fortsetzen. An der Finnischen Nationaloper wird er ein Galakonzert anlässlich des 100sten Jahrestags der finnischen Unabhängigkeit dirigieren, an das sich eine Neuproduktion von Madame Butterfly anschließt. Er wird zudem einige zeitgenössische finnische Werke aufs Programm seiner Konzerte setzen, darunter die Uraufführung von Rautavaaras letztem vollendeten symphonischen Werk In the Beginning und eine neue Komposition von Olli Vertaperko.

Im Herbst 2016 kehrte Pietari Inkinen für eine Wiederaufnahme der vielgerühmten Inszenierung von Wagners Ring der Nibelungen in der Regie von Neil Armfield aus dem Jahr 2013 nach Melbourne zurück. Für diese Produktion erhielt er 2014 den Helpmann Award für das beste Operndirigat, einen Preis, mit dem herausragende Leistungen in der australischen Kulturszene gewürdigt werden. Die Wiederaufnahme im letzten Jahr brachte ihm eine weitere Auszeichnung, den Green Room Award als „Bester Dirigent (Oper)“.

Im Bereich der Oper dirigierte er zuvor bereits an der Finnischen Nationaloper, am Brüsseler Théâtre de la Monnaie, an der Staatsoper Unter den Linden in Berlin und an der Bayerischen Staatsoper in München. Am Teatro Massimo in Palermo leitete er Wagners Rheingold und Walküre. Die Rheingold-Produktion wurde in der Folge mit dem Franco Abbiati-Preis der italienischen Kritikervereinigung als "Beste Aufführung" ausgezeichnet. Außerdem stand er am Pult der erfolgreichen Neuproduktion von Eugen Onegin an der Dresdner Semperoper.

Pietari Inkinen ist darüber hinaus Ehrendirigent des New Zealand Symphony Orchestra, dem er von 2008 bis 2016 als Music Director vorstand. Unter seiner Leitung gewann das Orchester weithin an Ansehen, nicht zuletzt durch eine sehr erfolgreiche Europatournee und die Einspielung aller Symphonien von Sibelius für das Label Naxos. Seine weiteren Aufnahmen, darunter die Ersteinspielung von Rautavaaras Manhattan Trilogy, ebenfalls für Naxos, sowie ein weiterer Sibelius-Zyklus in Live-Aufnahmen mit dem Japan Philharmonic Orchestra wurden ebenfalls hochgelobt. Zu erwähnen sind ferner eine CD mit Arien und Orchesterstücken von Richard Wagner mit dem Tenor Simon O'Neill (EMI), die vom BBC Music Magazin mit der seltenen Höchstwertung von zweimal fünf Sternen ausgezeichnet wurde, sowie Schostakowitschs Cellokonzert Nr. 1 und Brittens Cello Symphony gemeinsam mit Johannes Moser (Hänssler).

Nicht nur als Dirigent, sondern auch als Violinsolist ist Pietari Inkinen erfolgreich. Er studierte bei Zakhar Bron an der Kölner Musikhochschule und erhielt einige Auszeichnungen und Preise, bevor er seine Studien als Dirigent an der Sibelius-Akademie in Helsinki fortsetzte. Er schätzt es auch, als Solist gleichzeitig die Leitung des Orchesters zu übernehmen und mit seinen regelmäßigen musikalischen Partnern Kammermusik zu spielen.

Änderungen bzw. Kürzungen bedürfen der Abstimmung mit dem KünstlerSekretariat am Gasteig. Bitte verwenden Sie kein Material älteren Datums.