„Am Ende tobte der Saal wie bei einem Rockkonzert. Denn Julia Fischer und ihre Musikerkollegen spielten im Münchner Prinzregententheater Pjotr Tschaikowskys "Souvenir de Florence" mit draufgängerischem Impetus. Hinreißend die instrumentale Klasse dieser Musiker, die Spontaneität der gegenseitigen Inspiration im Anfeuern wie im Übernehmen, der solistische Glanz jedes Einzelnen und die Dialoglust aller miteinander. […] Und Julia Fischer ist auch eine formidable Pianistin. Deshalb spielte sie zu Beginn des Abends mit klarem und klangvollem Anschlag den Klavierpart in Antonin Dvoraks Klavierquintett op. 81, einem der Maßstäbe setzenden Werke dieses Genre.“
Harald Eggebrecht, „Wespen und Hummeln“, in: SZ, 02.06.2017

 

„Vom ersten Bogenstrich bis zum letzten ist alles da: technische Perfektion und die Genauigkeit der Stimmungszeichnung, Abwechslungsreichtum und ein wundervoller Geigenton. Obwohl bezüglich Letzterem der Singular unzutreffend erscheint: Die Deutsche bietet eine facettenreiche Palette an Tonfärbungen an, die an die Stimmfächer der Sänger erinnern und nahtlos-elegant ineinander übergehen. Kraft, aber immer auch Grazie Ihre satte, sinnlich-breite, kraftvolle tiefe Lage lässt an einen durchsetzungsfähigen Alt denken, ihre schlanke, helle, reine hohe Lage an einen edlen Sopran.“
end, „Julia Fischer und Milana Chernyavska: Die kontrollierte Ekstase“, in: Der Standard.at, 02.02.2017

 

„Wenn Julia Fischer und Daniel Müller-Schott zu den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern kommen, sind die Konzerte stets lange im Voraus ausverkauft. Das Publikum vertraut darauf, dass große Musik geboten wird – so wie am Freitagabend in der Heiligen-Geist-Kirche Wismar."

Karin Erichsen, „Festspiele MV: Perlen für Violine und Cello“, in: NDR.de, 23.07.2016

"And serenity was the word that sprang to mind while one listened to Julia Fischer's meditative, raptly beautiful and deeply felt account of the Beethoven Violin Concerto...

One heard that in the unfolding climb in octaves at the violinist's entry, a passage other soloists treat assertively but Fischer played so gently that her voice rose almost imperceptibly from the orchestra. Her tone was pure and fine-spun throughout, blessed with seemingly infinite shadings. Her bow arm and accuracy of intonation remain a marvel.

Yet there was no lack of command, even in her searching and spacious treatment of the central larghetto where careful observance of Beethoven's many dolce (sweet) markings surrounded the singing line with a rapt spiritual aura."
John von Rhein, "Julia Fischer, Riccardo Muti present serene Beethoven in time of national mourning", in: Chicago Tribune, 17.06.2016

„Erlebt man die Geigerin Julia Fischer, so erinnert man sich, was Perfektion des Musizierens eigentlich bedeutet – es ist die völlige Durchdringung von Spiel und musikalischer Idee. In der Flut der Violinistengeneration bis Mitte 30 findet man wenig dergleichen.“
Matthias Nöther, „Großer Schönklang überwölbt Beethovens Sonaten“, in: Berliner Morgenpost, 12.06.2016


„In Antonín Dvoráks Klavierquintett A-Dur op. 81 schien Fischer gerne auszukosten, was ihr die Geige eher nicht erlaubt. Satte Bass-Effekte oder ein betont dichtes akkordisches Spiel brachte sie lustvoll ein, ohne vom offenen Flügel aus ihre vier Streicherkollegen akustisch je zu überdecken.“
Axel Zibulski, „Im Herbst des Todes“, in: Frankfurter Neue Presse, 05.06.2015